VonMartin Weidnerschließen
Marktl/Linz/München – Die spektakuläre Verfolgungsjagd zwischen der Polizei und vier Gangstern von Österreich bis in die OVB24-Region sorgte für viele Schlagzeilen. Jetzt hat sich inzwischen die zuständige Generalstaatsanwaltschaft geäußert – und die Polizei einen Zeugenaufruf veröffentlicht.
Die Beamten wollen mit der Hilfe von Zeugen die genaue Fluchtroute der Gangster rekonstruieren. Die zuständige Landespolizeidirektion Oberösterreich hat sich deswegen nun mit einem entsprechenden Aufruf an die Öffentlichkeit gewandt und will dabei wissen:
- Wer hat in der Zeit von Samstag (17. Mai), 23 Uhr, bis Sonntag (18. Mai), 1.30 Uhr, verdächtige Wahrnehmungen auf den Autobahnen A7 und/oder A1 in Fahrtrichtung Salzburg gemacht und danach dann im Bereich zwischen Seekirchen und Braunau gemacht, an dem ein schwarzer BMW X1 (mit dem amtlichen Kennzeichen M-SM-3558) beteiligt war?
- Gibt es Autofahrer/Verkehrsteilnehmer, die durch das Verhalten des Lenkers des angeführten Fahrzeuges behindert, gefährdet oder genötigt wurden?
Spektakulärer Unfall nach Verfolgungsjagd auf B20 bei Marktl




Gangster zum Teil schwer verletzt
Betroffene Personen werden gebeten, sich beim Landeskriminalamt Oberösterreich unter der Telefonnummer +43/(0)59133/40-3388 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. rosenheim24.de hatte über die irre Flucht, die mit einem spektakulären Unfall auf der B20 bei Marktl geendet hatte, bereits ausführlich berichtet. Bei dem Unfall waren drei der vier Gangster zum Teil lebensgefährlich verletzt worden, teilte die Polizei im Anschluss mit. Das vierte Mitglied der Bande befindet sich – Stand jetzt (Dienstag, 11 Uhr) – immer noch auf der Flucht.
Irre Flucht mit bis zu 260 km/h
Auch die Generalstaatsanwaltschaft München, die den Fall in Bayern übernommen hatte, hat sich inzwischen zu Wort gemeldet und weitere Informationen zu der spektakulären Flucht bekannt gegeben. Demnach seien die Tatverdächtigen in der Nacht auf Sonntag (18. Mai) gegen 1.30 Uhr bei Burghausen (Landkreis Altötting) auf deutsches Staatsgebiet gelangt, woraufhin zahlreiche Polizeistreifen die Verfolgung aufgenommen hätten. „Die Verdächtigen setzten die Flucht auf der Bundesstraße 20 in Richtung Norden fort. Im Bereich von Marktl am Inn verunfallte das Fluchtfahrzeug schließlich alleinbeteiligt an einem Kreisverkehr“, hieß es in der Mitteilung unter anderem wörtlich. Bei der irren Flucht sollen die Gangster mit bis zu 260 Sachen vor der Polizei geflohen sein. rosenheim24.de hatte auch im Nachgang berichtet.
Auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Wels/Österreich seien drei Tatverdächtige durch die Generalstaatsanwaltschaft München zum Zwecke der Auslieferung festgenommen und das Fluchtfahrzeug sichergestellt worden, hieß es weiter. Der zuständige Ermittlungsrichter hat entsprechende Haftbefehle erlassen. Ob die Verdächtigen für die Begehung weiterer, gleichgelagerter Taten in Deutschland in Betracht kommen, und ob die Verdächtigen sich im Zusammenhang mit der Polizeiflucht in Deutschland strafbar gemacht haben, werde derzeit geprüft, hieß es abschließend. (mw)
