THW hilft mit Notfallbox

Über 100 Corona-Tests in Marzlinger Seniorenheim - Ergebnisse liegen vor

+
Betretungsverbot herrscht aktuelle im Marzlinger Seniorenheim St. Martin. Eine Mitarbeiterin ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.
  • schließen
  • Magdalena Höcherl
    Magdalena Höcherl
    schließen

Weil eine Mitarbeiterin des Marzlinger Seniorenheims positiv auf Corona getestet worden ist, fand dort eine Reihentestung statt. Das Ergebnis liegt nun vor.

Update 16. August: Es bleibt bei einem Corona-Fall im Seniorenheim Marzling. Wie das Landratsamt und der Betreiber des Heims, Vitalis, unisono mitteilten, waren alle Ergebnisse des Reihentests am vergangenen Mittwoch negativ. Nachdem sich zuvor eine Pflegehelferin mit dem Virus infiziert hatte, waren bei allen 50 Heim-Bewohnern und 38 Mitarbeitern Rachenabstriche genommen worden. Das Senioren-Zentrum hatte zudem ein Besuchsverbot verhängt. Nach wie vor sind alle Bewohner ohne Symptome einer Corona-Infektion, teilt Vitalis mit. In der kommenden Woche findet aus Sicherheitsgründen eine zweite Reihentestung statt. Das Betretungsverbot bleibt vorsichtshalber noch bestehen.

Ursprungsartikel vom 12. August 2020:

Marzling – Im Vitalis-Senioren-Zentrum St. Martin ist eine Mitarbeiterin positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Am Mittwoch wurde dort daher eine Reihentestung durchgeführt. Mit den Ergebnissen rechnet das Landratsamt noch diese Woche. Das Technische Hilfswerk Freising (THW) hat indes schnellstmöglich dafür gesorgt, dass in Sachen Schutzausrüstung kein Engpass entsteht.

51 Menschen leben in der Einrichtung

Wie berichtet, wurde die Pflegehelferin bereits vor einer Woche auf Corona getestet, nachdem sie Symptome gezeigt hatte. Der Befund lag erst am Dienstag vor. Daraufhin wurden die Einrichtungsleitung, das Personal und die Angehörigen der Bewohner in Kenntnis gesetzt. Vorübergehend gilt für die Einrichtung ein Betretungsverbot. Wie ein Sprecher des Senioren-Zentrums auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, leben dort derzeit 51 Bewohner. Zudem sind 57 Mitarbeiter dort tätig. Die infizierte Frau und vier weitere Pflegekräfte, die direkten Kontakt zu ihr hatten, befinden sich in Quarantäne.

Das Gesundheitsamt Freising organisierte am Mittwoch eine Reihentestung. „An der Vorbereitung, administrativen Erfassung und an der Durchführung sind vier Personen beteiligt“, berichtet Robert Stangl, Pressesprecher des Landratsamts Freising. Insgesamt werden 107 Personen abgestrichen. Weil nicht nur das Gesundheitsamt Freising, sondern auch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) involviert ist, seien die Ergebnisse „zeitnah“, sprich noch in dieser Woche, zu erwarten, so Stangl.

Pandemielager des Landkreises Freising „ist nach wie vor gut gefüllt“

Um sicherzustellen, dass das Pflegepersonal und die Bewohner bestmöglich geschützt sind, setzte das Landratsamt bereits am Dienstagmittag das THW Freising über den Coronafall in Marzling in Kenntnis und wies das Hilfswerk dazu an, die Einrichtung mit Schutzausrüstung auszustatten. „Die haben wir in unserem Pandemielager in Freising zusammengestellt und nach Marzling transportiert“, erläutert THW-Zugführer Marco Eisenmann. Konkret handle es sich um eine sogenannte Notfallbox, gefüllt mit Schutzanzügen, Mundschutzen und FFP2-Masken, Schutzbrillen sowie Gesichtsschilden – „ein Querschnitt von allem, was man braucht, um eines Ausbruchs Herr zu werden“, sagt Eisenmann. Den Inhalt der Boxen und wie viele das THW jeweils ausliefert, lege das Landratsamt fest.

Durch diese Versorgung sei die Grundausstattung in der Marzlinger Einrichtung weiterhin gegeben. „Die Einrichtungen haben zwar genügend Schutzmaterial“, sagt Eisenmann. Bei einem Ausbruch werde aber auf einmal deutlich mehr benötigt. „Was normalerweise für zwei Monate reicht, ist dann schnell mal in einer Woche aufgebraucht.“ Daher greife man präventiv auf die Vorräte aus dem Pandemielager zurück. Mit dem Aufbau und vor allem der Aufrechterhaltung des Lagers habe der Landkreis „gut vorgedacht“, sagt der Einsatzleiter. „Und es ist nach wie vor gut gefüllt.“

Während des Lockdowns kam es auch im Markt Au/Hallertau zu einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim. Als die Einrichtungen wieder für Besucher öffnen durften, mussten mit Hochdruck Hygienekonzepte erarbeitet werden.

Kommentare