Giesing

„Sicherheitsrisiko für die Fahrgäste“: Massive Kritik an Umbau-Plänen für den Tegernseer Platz

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U-Bahn-Station Silberhornstraße: Dieser Zugang soll laut Plänen der Stadt verschwinden.
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Die Pläne zur Umgestaltung des Tegernseer Platzes stoßen auf Kritik. Denn: Für bessere Radwege soll ein U-Bahnaufgang weichen.

München - Aufregung um den Aufgang: Die Pläne der Stadt, an der Haltestelle Silberhornstraße einen U-Bahn-Zugang zu entfernen (wir berichteten), stoßen beim Fahrgastverband Pro Bahn und beim Arbeitskreises Attraktiver Nahverkehr (AAN) auf Kritik.

Umbau-Pläne für den Tegernseer Platz in München: Für einen besseren Radweg soll ein U-Bahn-Zugang weg

Laut einer Beschlussvorlage für den Stadtrat sollen auf dem Tegernseer Platz, vor der TeLa-Post, Autos weniger Raum erhalten, der dann für Radfahrer, Fußgänger und viel Grün zur Verfügung stehen würde. Die zweispurige Fahrbahn auf der Ostseite des Platzes soll auf einen Fahrstreifen zurück gebaut werden. Und Radler sollen künftig auf der Fahrbahn auf der Ostseite des Platzes in Richtung Norden und auf einem neuen Radweg auf der Westseite in Richtung Süden fahren. Für diesen Radweg müsste aber besagter U-Bahn-Aufgang weg.

„Wenn man schon viel Geld ausgibt, dann muss auch eine überzeugende Lösung rauskommen“, sagt Andreas Barth von Pro Bahn. „Das ist hier jedoch nicht der Fall: Neben den schlechteren Umsteigemöglichkeiten bedeutet deutlich weniger Platz an einer derart wichtigen Umsteigestation auch ein Sicherheitsrisiko für die Fahrgäste.“ Durch die Aufgabe des U-Bahn-Aufgangs müssten Fahrgäste der Tram 25 in Richtung Süden beim Umsteigen von und zur U-Bahn künftig die Tramgleise queren. „Dies würde öfters zu gefährlichen Situationen führen.“

U-Bahn-Aufgang Silberhornstraße: Kritiker werfen der Stadt eine schlechte Planung vor und fordern Alternativen

Auch Berthold Maier vom AAN kritisiert die „schlechte Planung“. Viele wichtige Punkte seien nur ungenau ausgeführt. „Die vorgeschlagene Planung brächte massive Nachteile für die Fahrgäste, trägt dem geplanten ÖPNV-Ausbau in München nicht Rechnung, und der künftig geplante Ausbau des Trambahnnetzes würde nicht angemessen berücksichtigt. Fahrradfahrer werden unnötig gegen Fahrgäste ausgespielt.“ Barth und Maier fordern die Stadt nun auf, eine Variante zu untersuchen, in denen alle Verkehrsmittel des Umweltverbundes angemessen berücksichtigt sind. Der Stadtrat befasst sich am Dienstag (19. September) mit dem Thema.

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