70 rastlose Radler im Number One

„Menschen in Not“: Pünktlich zum Benefiz-Spinning in Freising gibt es eine gute Nachricht

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Mehrere hundert Sportler traten am Samstag in die Pedale für „Menschen in Not“. Eine Video finden Sie unter www.freisinger-tagblatt.de.
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Es ist die größte und kräftezehrendste Aktion für „Menschen in Not“. Das Benefiz-Spinning im Freisinger Fitnessstudio Number One war wieder ein Riesenerfolg.

Freising – Jeder trat in die Pedale bis zur Erschöpfung. Der Schweiß floß in Strömen – und so wie der Puls stieg, nahm der Sauerstoffgehalt ab im Freisinger Fitnessworld Number 1. Spinning im ganz großen Stil war wieder einmal angesagt am Samstag. Und alle „Stammgäste“ waren da: 70 Räder in zwei Räumen waren fünf Stunden lang belegt – und insgesamt mehrere hundert Sportler im Einsatz. Dabei ging es nicht nur um den eigenen Körper, um Fitness und Kondition. Im Fokus standen auch beim zehnten Benefiz-Spinning Bürger aus dem Landkreis, die in Krisen geraten sind. 17.500 Euro Reinerlös kamen zusammen bei der größten – und vor allem der kräftezehrendsten – Aktion für „Menschen in Not“. Auch heuer hatte jedes Team, das abwechselnd von 13 bis 18 Uhr im stündlichen Wechsel strampelte, nämlich 250 Euro gespendet.

Heiße Musik von Status Quo, Bon Jovi, Queen & Co. und dazu die Anfeuerung durch die „Einheizer“ – das ist das Rezept, das die Radler nach vorne treibt. Da sind Firmenteams oder Stammtische dabei, da radelt auch der Chef höchstpersönlich mit – wie Johann Kirsch (Sparkasse) oder Heinrich Hecht (AOK). Es sind 60 intensive Minuten, vom Einradeln bis zum Zustand seliger Erschöpfung am Ende der (Tor)Tour.

Die Anschieber: (v. l.) Jakob Lachermeier, Alexandra Mitschke, Franz und Karin Jungmeier sowie Rigo Brandt heizten den Radlern als Motivationskünstler ein.

Energiebündel Karin Jungmeier – zusammen mit Ehemann Franz Erfinderin des Benefiz-Spinning – trieb nicht nur die Fahrer der ersten Runde nach vorn, sondern hatte auch eine wunderbare Botschaft: Amely Stelzer, die im Sommer 2017 bei einem Unfall auf Mallorca ihren Vater verloren hat und selbst sehr schwer verletzt wurde, geht es wieder besser. Exakt vor einem Jahr hatte man die Spinning-Aktion Amely gewidmet und der Familie den Reinerlös gespendet. Das hat Amely, die inzwischen fast 13 Jahre alt ist und wieder am Camerloher-Gymnasium zur Schule geht, und ihrer Mutter Iris sehr geholfen. Karin Jungmeier: „Viele Therapien und Behandlungen von Amely wären ohne den Reinerlös beim Spinning nicht möglich gewesen.“ Ihre Botschaft an alle Radler: „Ein riesiges Dankeschön!“ Dann wurde losgeradelt, und Freddy Mercury lieferte die passende Musik: „We are the champions, my friend . . .“

Dankeschön!

Ein Danke an die Teams und Sponsoren: Früchtehaus Schweiger, Bäckerei Schweller, Hofbrauhaus Freising, Staatsbrauerei Weihenstephan, Spedition Emons, Getränke Hirschmann und Thomas Wild (Veranstaltungstechnik). 

Vor zehn Jahren erblickte Jonas Jungmeier das Licht der Welt – damals gab es auch das erste Benefiz-Spinning. Inzwischen radelt der junge Mann selbst mit.

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