- VonDaniel Krehlschließen
Im Landkreis kommen weiterhin alle zwei Wochen 50 neue Flüchtlinge an. Inzwischen wurden 1900 Personen im Kreis Miesbach untergebracht. Zwei von drei Hallen sind voll belegt.
Miesbach – Nach umfassendem Übereifer klingt das nicht: „Es gibt einige Gemeinden, die sehr bemüht sind, entsprechende Plätze zu schaffen. Die Unterkunftsverwaltung steht im engen Austausch mit einigen Bürgermeistern.“ Mit diesem Satz beantwortet das Landratsamt die Frage, ob die Kommunen im Landkreis Miesbach bei der Suche nach Unterkünften für anerkannte Flüchtlinge, die noch in Turnhallen leben (Fehlbeleger), Gas geben.
Gemeinden suchen nach Unterkünften für Geflüchtete
Wohlgemerkt: „einige Gemeinden“, nicht „viele“ und schon gar nicht „alle“. Die Suche allgemein nach Unterkünften tut weiterhin Not. Denn: „Leider stehen wir aber mit dem Rücken zur Wand“, schreibt die Behörde in ihrer Stellungnahme. Weiterhin kommen im 14-tägigen Rhythmus 50 Personen im Landkreis an.
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Zwei der drei mit Flüchtlingen belegten Turnhallen sind komplett belegt, die in Tegernsee (200 Personen) und in Miesbach an der Berufsschule (148). Die Gymnasiums-Halle in Miesbach mit einer Kapazität von 260 Personen ist halb voll. „Die Unterbringung in einer Turnhalle ist die schlechteste Möglichkeit, denn nicht nur, dass jede Privatsphäre für Geflüchtete fehlt, die Halle steht auch nicht für Schul- und Vereinssport zur Verfügung“, so das Landratsamt.
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Landkreis bemängelt Zahl der verfügbaren Unterkünfte
Aktuell seien 1900 Geflüchtete im Landkreis, 918 davon aus der Ukraine. Die Zahl der Fehlbeleger wird mit 188 angegeben. „Es gibt in unserer Region einfach zu wenige verfügbare Unterkünfte.“ Daher der Appell der Behörde: „Wer bessere oder weitere Unterkünfte zur Verfügung stellen kann, möchte diese bitte unverzüglich an unter kuenfte@lra-mb.Bayern.de senden.“
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Rubriklistenbild: © Thomas Plettenberg
