VonDieter Dorbyschließen
Miesbachs Etatansatz für das laufende Jahr sieht schlecht aus. 1,5 Millionen Euro müssen als Kredit aufgenommen werden. Die Frage, wie viel Sparpotenzial im Haushaltsentwurf 2019 steckt, spaltete aber den Finanzausschuss.
Dritter Bürgermeister Michael Lechner (FW) störte sich vor allem an den 176 000 Euro für die schrittweise Modernisierung des Waitzinger Kellers. Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) verteidigte den Posten: „In ein vergammeltes Gebäude mag man nicht reingehen.“ Das Kulturzentrum sei nun 20 Jahre alt, und da seien nun mal einige Arbeiten fällig. Man müsse das Haus weißeln, den Parkett abschleifen und einige Fenster erneuern, bei denen seinerzeit gepfuscht worden sei.
Zweiter Bürgermeister Paul Fertl (SPD) monierte dagegen den Anstieg der sächlichen Betriebskosten um 360 000 Euro und beantragte, sich das feste Ziel zu setzen, diesen Anstieg um die Hälfte auf 180 000 Euro runterzudrücken. Dem widersprach Alfred Mittermaier (CSU): Die Preissteigerungen seien nicht wegzuleugnen, und man könne nicht einfach so auf Versicherungen, Leasing oder Sprit verzichten – „das Prüfen ist unnötige Arbeit, aber wenn Du die Zeit hast, gerne“. Fertls Antrag wurde vom Ausschuss abgelehnt.
Vielversprechender war da die Idee, beim Ausbau des Dachgeschosses der Mittelschule auf den Aufzug – zumindest vorläufig – zu verzichten. Während Lechner meinte, es müsste auch ohne Lift gehen, verteidigte Mittermaier die Investition: „Wir haben als Stadt eine Vorbildfunktion bei der Barrierefreiheit. Außerdem wird der Aufzug in zwei Jahren nicht billiger.“ Die Verwaltung soll nun prüfen, was ein späterer Einbau des Aufzugs nutzen könnte.
ddy
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