Um Gasspeicher zu schonen

Miesbacher Stadtrat sucht Energiespar-Möglichkeiten

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Gasreserven schonen: Ziel des Stadtrat-Beschlusses ist es, weniger Energie zu verbrauchen.
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Der Miesbacher Stadtrat unterstützt den Antrag der Grünen, kollektiv Ideen zum Energiesparen zu sammeln. Der TEV sieht derweil keinen Anlass auf sein Sommereis zu verzichten.

Miesbach – Energiesicherheit ist dieser Tage das zentrale Thema in der Miesbacher Stadtpolitik. Nach Diskussionen um die Badetemperatur im Warmfreibad und die Standortsuche für die Heizzentrale im Rahmen des Aufbaus eines Nahwärmenetzes (wir berichteten) waren es die Grünen, die das Thema darüber hinaus generell beleuchten wollten. Sie stellten einen Antrag im Stadtrat, wonach die Stadt prüfen soll, wie das Energiesparen aktiv unterstützen kann.

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Miesbacher Stadtrat sucht Energiespar-Möglichkeiten

Dabei gehe es nicht nur darum, das im Zuge des Ukraine-Kriegs knappe Gas zu sparen, erläuterte Gebäude- und Energiereferent Manfred Burger: „Auch eine Verringerung des Stromverbrauchs ist relevant, weil dann weniger Gas und Kohle verstromt werden müssen. Stromsparen ist also ein wichtiger Beitrag.“ Schon kleine Maßnahmen könnten dabei ein Stück weit helfen. Und bei größeren müsse die Stadt investieren. Eines stellte Burger jedoch klar: „Es geht uns nicht darum, der Verwaltung Arbeit zu machen. Wir wollen damit etwas konkret erreichen.“

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Eine Sorge, die zumindest bei Bürgermeister Gerhard Braunmiller (CSU) unbegründet war. „Wir von der Verwaltung unterstützen das“, entgegnete er, ließ Burger aber auch wissen: „Gerne ohne investitative Maßnahmen.“

Auch Markus Seemüller (FWG) begrüßte dieses Thema, wenngleich er feststellte: „Das klingt für mich nach einer Stellenbeschreibung, und zwar nach der eines Energiereferenten.“ Jedoch vermisste Seemüller den Ansatz, auch Innovation zu fördern. Das sei dann ebenso Burgers Aufgabe.

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Burger griff Seemüllers Einwand auf: „Als Energiereferent kann ich selbst nichts machen. Deshalb geht dieser Beschluss weiter. Ich kann nur Vorschläge machen, aber hier geht es ja auch darum, dass die Ideen umgesetzt werden.“

Der Stadtrat stimmte dem Beschlussvorschlag einstimmig zu. Damit hat Energiereferent Burger nun die Aufgabe, kurz- und mittelfristige Maßnahmen zu ermitteln, wie Energie eingespart werden kann. Dabei sollen auch Anregungen aus dem Stadtrat und aus der Verwaltung berücksichtigt werden. Die Ideensammlung wird in der Folge der Energiewende Oberland im Rahmen des bereits beauftragten Energiemanagements zur Prüfung und Beurteilung vorgelegt. Kleinere Maßnahmen werden in Absprache mit der Verwaltung direkt umgesetzt. Über die Verwirklichung größerer Ideen entscheidet unterdessen der Stadtrat.

ddy

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