Der Umbau des Hotel Alexandra wurde zurückgestellt. Dabei wären neue Mietwohnung für die Stadt Bad Tölz dringend nötig.
Bad Tölz – Nicht zum ersten Mal hat sich der Tölzer Bauausschuss mit dem Umbau des früheren Hotels Alexandra auf dem Eckgrundstück Kyrein- und Höckhstraße befasst. Der Bauherr möchte sechs Mietwohnungen einbauen. Gegenüber den ursprünglichen Planungen verzichtet er im jüngsten Vorbescheidsantrag auf eine Aufstockung des Gebäudes.
Stadtbaumeister Hannes Strunz erklärte in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung, dass die zwölf nötigen Stellplätze mit zwei Grundstückszufahrten problemlos unterzubringen seien. Dies sei angesichts des Eckgrundstücks genehmigungsfähig.
Die Diskussion drehte sich indes eher um grundsätzliche Erwägungen. Ingo Mehner (CSU) sprach die laufende Voruntersuchung für das Sanierungsgebiet Badeteil an. Auch wenn das frühere „Alexandra“ nicht „der Nukleus des Badeteils“ sei, so müsse doch im Sinne des Gleichbehandlungsgrundsatzes abgewartet werden, was die Untersuchung ergebe. „Bei anderen Flächen sagen wir das ja auch.“
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2. Bürgermeister Andreas Wiedemann (FWG), der die Sitzung leitete, erinnerte freilich daran, dass das Umbau-Vorhaben da war, bevor die Voruntersuchung gestartet worden sei. Auch Bauamtsleiter Christian Fürstberger wollte nicht „als Verhinderer“ hingestellt werden. Zumal es sich nicht um Eigentums-, sondern um Mietwohnungsbau handle. Er sagte aber auch, dass man problemlos eine Rückstellung des Antrags beschließen könne, „weil es derzeit in der Öffentlichkeit nicht vermittelbar ist“.
René Mühlberger (CSU) gefiel der Vorschlag Fürstbergers zu prüfen, ob mit einem städtebaulichen Vertrag Einfluss auf die künftigen Mietkosten genommen werden könne. „Das wäre doch ein guter Kompromiss.“
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Peter von der Wippel (FWG) konnte nur den Kopf schütteln. Er hielt das Vorgehen des Ausschusses angesichts des „Winds, der uns aus dem Badeteil entgegenweht“, für „hasenfüßig“ und empfahl dringend, „den eigenen Beschlüssen treu zu bleiben“. Seiner Meinung waren aber nur Ludwig Bauer (CSU) und Florian Rein (FWG). Für eine Zurückstellung des Vorbescheidsantrags und Verhandlungen mit dem Bauwerber über einen städtebaulichen Vertrag stimmte folgende Mehrheit: Mühlberger, Steigenberger, Mehner (CSU), Hoch (Grüne), Plöckl, Renner (SPD), Andreas Wiedemann und Kirste (FWG).
cs
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