Arbeiten an Gas, Wasser und Strom

Wegen Bauarbeiten - Nockhergasse ab Juli für vier Monate zu

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Noch läuft der Verkehr: Ab Anfang Juli ist die viel befahrene Nockhergasse in Bad Tölz für mehrere Monate gesperrt.  Umgeleitet wird weiträumig über die Umgehungsstraße.

Autofahrer in Tölz müssen sich den Sommer über auf Umleitungen einstellen. In der Nockhergasse, dem Mittleren Ring von Tölz, stehen Bauarbeiten an. Die dauern Monate.

Bad Tölz – An der Notwendigkeit der Maßnahme lässt Stadtwerke-Geschäftsführer Walter Huber keinen Zweifel. „Wir reißen nicht aus Spaß auf.“ Die Wasser, Strom- und Gasleitungen seien zum Teil uralt und müssten – von oben nach unten – erneuert werden. Eigentlich wollte man schon im Juni in der Nockhergasse loslegen. Doch dann habe es mit den Bauarbeiten in der Bairawieser Straße Verzögerungen gegeben, die sich auf die Nockhergasse auswirkten. Losgehen soll es nun Anfang Juli und dauert rund vier Monate. Die Anwesen seien für Anwohner und Anlieferer laut Huber zugänglich und anfahrbar, aber „vielleicht muss man mal fünf oder zehn Minuten warten.“

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Thomas Eimansberger vom gleichnamigen Schuhgeschäft kann die Arbeiten schon nachvollziehen. „Aber man hätte uns doch bitteschön mit einer Postwurfsendung vorab informieren können. Es wabern wahnsinnig viele Gerüchte herum.“ Birgit Eichenauer vom „Hair & Fashion Club“ will sich nicht unnötig aufregen. „Das bringt eh nichts.“ Aber sie hätte es für hilfreich empfunden, „wenn man uns Geschäftsleute ein Jahr davor auf diese Baumaßnahme hingewiesen hätte. Dann hätten wir das Personal und den Urlaub koordinieren können.“

Der Meinung ist auch Antonio Corrado vom Restaurant Amalfi. Die Nockhergasse sei ja als Geschäftsstraße nicht ganz einfach. „Wenn man weiß, wann die Baustelle vor der Tür ist, dann kann man ein oder Wochen Betriebsurlaub einplanen. Wenn der Bagger vor der Tür arbeitet, geht keiner ins Restaurant rein.“

„Wir werden uns im Team zusammensetzen und Lösungen finden müssen“, sagt schließlich Miriam Buchbauer von Blumen Fritz zum weiteren Vorgehen. Wenn etwa der „Fliegende Holländer“, der riesige Blumen-Lkw mit Anhänger, einmal wöchentlich liefere, dann müsse man vorbereitet sein. Jedenfalls „wird’ gaach“, meint sie.

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Der Verkehr wird weiträumig über die Umgehungsstraße umgeleitet, sagt Rathaus-Sprecherin Birte Otterbach, die Wert darauf legt, dass nicht die Stadt, sondern Stadtwerke für die Baustellen-Info zuständig gewesen sei. Sie wisse aber, dass nächste Woche alle Geschäftsleute im Detail von den Stadtwerken informiert würden.

Aber auch die Stadt meldet in eigener Sache noch eine wichtige Info: Die Kanalbaumaßnahme (und Sperrung) in der Bairawieser Straße wird sich eventuell bis ins nächste Jahr hin ziehen. Und dann soll ja erst noch der Endausbau erfolgen.

Von Christoph Schnitzer

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