Rund 80 Familien auf der Warteliste

Fehlende Kita-Plätze: Moosburg arbeitet intensiv an einer Notlösung

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Etwa 80 Familien warten in Moosburg auf einen Kita-Platz.
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Noch immer fehlen in der Dreirosenstadt Kindergartenplätze – etwa 80 Familien stehen auf der Warteliste. Die Stadt Moosburg arbeitet intensiv an einer (Not-)Lösung.

Moosburg – Eigentlich hätte im September ein zweigruppiger Kindergarten in Containerbauweise an der Hodschagerstraße in Moosburg eröffnen sollen – zwischen dem dortigen Bolzplatz und dem Heimatmuseum (wir haben berichtet). Doch bislang tut sich auf dem rund 900 Quadratmeter großen Areal nicht viel – es fehlen die Container. Für die „Notlösung“, wie sie Aicke Morgenstern von der Stadtverwaltung bereits im Frühjahr bezeichnet hat, bekam die Stadt im Rahmen der ersten Ausschreibung keine Bewerbung, in einem zweiten Verfahren nur ein Nebenangebot. Dieses wurde geprüft – und nun zeichnet sich eine Lösung ab.

Wenn alles nach Plan läuft, sollen in etwa vier Wochen die Container, die Platz für 50 Kinder bieten, geliefert und aufgestellt werden. Sobald die Möbel aufgebaut und der Kindergarten eingerichtet ist, kann’s losgehen – Personal sei bereits gefunden. Anvisiert werde als Eröffnungstag der 2. Dezember, sagt Morgenstern auf FT-Nachfrage. Doch auch dann werden nicht alle Kinder einen Platz bekommen.

Über 100 Kinder haben im September keinen Platz ergattert. „23 haben wir nun untergebracht“, berichtet Morgenstern. 50 werden im Not-Kindergarten einen Platz finden – allerdings nicht gleich im Dezember, betont er. „Es gibt ja die Eingewöhnungszeit, und die dauert einfach.“ Bei der Vergabe der Plätze werde man genau die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ im Fokus haben, kündigt er an.

Derweil gehen die Bemühungen um eine sechsgruppige Kindertageseinrichtung im neuen Baugebiet Amperauen weiter. Ziel war und ist es, diesen bis September 2021 zu eröffnen – und damit die Container-Lösung abzulösen. Doch es fehle an den nötigen Planern und Handwerkern, berichtet Morgenstern. Zudem plant die Stadt eine fünfgruppige Kinderkrippe, die im Wohnquartier CS-Sonnenhäuser entstehen soll.

Pius-Kindergarten sucht noch Personal

Räume für eine weitere Gruppe gäbe es im kirchlichen Pius-Kindergarten, doch hier fehlt es an Personal. Deshalb ist eine der vier Gruppen seit September geschlossen. Seit über einem Jahr sei man auf der Suche nach einer Gruppenleitung, „aber wir finden keine“, sagt Miriam Strobl, Kita-Regionalleiterin der Erzdiözese München und Freising. Bis zu den Sommerferien habe man die vierte Gruppe aufrecht erhalten können – dank des unermüdlichen Engagement des Personals und zwei mobilen Reserven, die der Regionalverbund zur Verfügung gestellt hat. Zwar sei eine mobile Reserve aus „pädagogischen Gründen“ nach wie vor im Pius-Kindergarten, doch für die Öffnung der vierten Gruppe ist das nicht ausreichend.

Die gute Nachricht ist, dass kein Kind seinen Platz verloren hat. „Wir haben nach dem Weggang der Vorschulkinder nicht mehr groß nachbesetzt“, berichtet Strobl und betont zugleich: „Wir haben alle Geschwisterkinder aufgenommen.“ Für Strobl ist es wichtig zu betonen, „dass wir nicht aufgrund der kirchlichen Kriterien niemanden finden, sondern der Markt leer ist“. Trotzdem hofft sie, dass man bald eine Erzieherin findet, die das Team um die neue Leiterin Monika Häglsperger und ihre Stellvertreterin Andrea Aiglstorfer unterstützt.

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