Moosburgs Feuerwehr hat mit 50 Kräften den Ernstfall geprobt: einen schweren Unfall mit mehreren Fahrzeugen auf dem Gelände eines Busunternehmens.
Moosburg – Die Szenerie auf dem Betriebsgelände des Moosburger Busunternehmens Hadersdorfer wirkte dramatisch: Funken sprühten, dutzende Feuerwehrleute eilten umher und zerlegten mit schwerem Gerät große Fahrzeuge. Doch was sich am Montagabend in der Neustadt abgespielt hat, war kein Ernstfall, sondern nur eine Übung. 2. Kommandant Franz Jantschy, der die Aktion geplant hatte, schildert uns, wie sich die Kameraden dabei geschlagen haben.
Herr Jantschy, wie lautete das Einsatzszenario der Übung?
Ein Radfahrer hatte nicht aufgepasst, deswegen musste der Fahrer eines Kleintransporters ausweichen und krachte dabei frontal in einen Omnibus. Der Busfahrer und der Mann im Transporter waren schwerst eingeklemmt, dazu konnte der Beifahrer im Bus seine Beine nicht mehr spüren. Und dann war auch noch der Radfahrer unter dem Bus eingeklemmt.
Eine ganz schön üble Angelegenheit mit vielen Herausforderungen. Wie sind Ihre Leute vorgegangen?
Die Führungskräfte haben die Einsatzstelle erkundet und dann Aufgaben verteilt und Gruppen gebildet.
Wie viele Kräfte waren denn vor Ort?
Etwa 50, so eine Großübung machen wir zwei bis drei Mal pro Jahr.
Wo lagen die Knackpunkte der Übung?
Gleichzeitig und möglichst schnell den Radfahrer mit Hebekissen unter dem Bus herauszubekommen und auch die eingeklemmten Fahrer zu befreien.
Hat es der Radfahrer „überlebt“?
Nachdem die Kameraden die Puppe befreit und die Versorgung simuliert hatten, war der Lerneffekt erreicht. Dann haben wir sie sterben lassen.
Zwei eingeklemmte Fahrer, ein Beifahrer ohne Gefühl in den Beinen und ein Radfahrer unter dem Omnibus – so sah das vorbereitete Szenario für die Ehrenamtlichen aus.
Waren Sie zufrieden mit der Leistung? Oder hätte es anders laufen müssen?
Die Kameraden haben wirklich gut gearbeitet, es gab keine Kritikpunkte. Und das sage ich jetzt auch nicht bloß im Interview.
Sie haben mit schwerem Gerät einen Bus und einen Transporter zerlegt. Woher stammten die?
Den Transporter hatten wir beim Schrotthändler besorgt und von der letzten Übung zurückgehalten, der war noch nicht komplett auseinandergenommen. Den Bus hat uns freundlicherweise unser Gruppenführer und Löschmeister Alfred Hadersdorfer zur Verfügung gestellt. Darüber war ich sehr froh. Es ist nämlich nicht alltäglich, dass man solche Fahrzeugen zum Zerschneiden bekommt.
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