Gute Stimmung am Moosburger Stadtwald

Gelungene Symbiose: Neues MATØ-Festival begeistert Jung und Alt

+
Apollon’s Smile wurden vom begeisterten Publikum erst nach sechs Zugaben von der Kegelbahn-Bühne gelassen.

Das neue MATØ-Festival und das traditionelle Stadtwaldfest sorgten am Samstag für gute Stimmung in Moosburg.

Moosburg – Es war eine Kombination mit viel Potenzial: Erstmals wurde das traditionelle Moosburger Stadtwaldfest des DAV nebeneinander mit dem MATØ-Festival in der Kegelhalle und darum herum veranstaltet. Zwei Feste, die sich gegenseitig befruchteten, ergaben ein Event für alle Generationen.

Der Festival-Name MATØ steht für die Vornamen der Macherin(innen) Marina Mair, Ariane Beisert und Tobias Hölzl, die im vergangenen Jahr noch privat gefeiert hatten. „Das jetzt ist viel mehr Arbeit“, erzählte Tobias Hölzl, als er am Samstagnachmittag über das Festival-Gelände blickte. 

Am Nachmittag herrschte vor der Kegelhalle eine entspannte Festivalstimmung.

Nach einem gewaltigen Regenguss, der gerade für einige Minuten Stillstand gesorgt hatte, konnte er trotzdem noch lächeln. „Weil so etwas bei einem Festival einfach dazu gehört.“ Womöglich war er aber auch aus Vorfreude so gut drauf: Schließlich betrat er wenig später mit seiner Band, den Jetlights, selbst die Bühne.

Gig mit Handicap: Das Duo Francis hatte auf der Mainstage das Pech, direkt nach dem Regenguss zu spielen. Das Publikum brauchte in der Folge etwas, um sich wieder vor die Bühne zu scharen.

Am späten Nachmittag und am frühen Abend hätten es vor der Konzertbühne ein paar Gäste mehr sein können. An der Qualität der Musiker jedenfalls lag es nicht, dass sich der Hof der Gaststätte nur langsam füllte.

Keine 30 Meter entfernt wurde das traditionelle Stadtwaldfest des Alpenvereins gefeiert und dort hatte es im Vorfeld bei vereinzelten Mitgliedern Befürchtungen gegeben, dass eine Kooperation der beiden Veranstaltungen keine so gute Idee sei und die Live-Bands das gemütliche Fest stören könnten. Das trat dann aber gar nicht ein. Vielmehr pilgerten viele Gäste fröhlich hin und her. Beim Stadtwaldfest waren die Versorgungsstände am Ende des Tages ausverkauft – der beste Beweis dafür, dass sich die Veranstaltungen eher ergänzt als gestört hatten.

Voller Garten beim Alpenverein: Das traditionelle Stadtwaldfest und das MATØ-Festival (im Hintergrund) befruchteten sich gegenseitig.

Nach den ersten Konzerten vor der Gaststätte zog das Volk mit Einbruch der Dunkelheit nach Drinnen, wo Apollon’s Smile vor der ungewöhnlichen Kegelbahn-Kulisse ein stimmungsvolles Konzert gaben. Das am Nachmittag eher ruhige Publikum war nun so richtig in Mitsinglaune und trieben die Musiker zu beachtlichen sechs Zugaben. So eine Partystimmung in der Kegelhalle hatte sich nicht jeder vorstellen können.

Als das MATØ-Festival so richtig in Fahrt kam, war beim Stadtwaldfest der Tag schon zu Ende. Zwischen 22 und 23 Uhr gab es auf dem Gelände einen regelrechten Generationenwechsel, weil die älteren Semester den Heimweg antraten, und junge Erwachsene zielstrebig die nun anstehenden DJs mit elektronischer Musik ansteuerten. Dort ging es dann mit Anheizer Jõka so richtig ab, was den Gästen wie Veranstaltern alles abverlangte. Die Partyzone im ersten Stock war eine gefühlte Discoparty in der Sauna. Und die ging bis tief in die Nacht hinein. Es wurden aber bewusst Fenster geschlossen gehalten, um die Nachbarn nicht über Gebühr zu stören.

Spiel, Spaß und Sport: Das Stadtwaldfest des DAV bot Gästen jeden Alters viel Unterhaltung zum Mitmachen – zum Beispiel beim Balanceakt auf der Slackline.

Am Ende dieses ersten öffentlichen MATØ-Festivals konnte die erfreuliche Bilanz gezogen werden, dass es keine Beschwerden gab. Bemerkenswert waren auch die fast peniblen Bemühungen des Teams, das Gelände um die Kegelhalle herum sauber zu halten und keine Nachbarn zu stören. Die Polizei patrouillierte zwar, musste aber nicht wegen Ruhestörung einschreiten.

Die Fans von DJ Jõka ließen sich auch nicht vom Sauna-ähnlichen Klima im Dachgeschoß vom Feiern abhalten.

Die Tendenz nach der Premiere geht nun in die Richtung, dass es für das Festival eine Fortsetzung gibt. Die Kombination aus Stadtwaldfest und MATØ hat den Charme, dass sich jede Altersklasse in dem vielseitigen Programm wiederfindet und ein ganzheitliches Fest entsteht, das mit seinem Charakter ein wenig an die Moosburger Sommernacht erinnert. Die Bürger zeigten mit ihrem Besuch auf allen Festteilen auch, dass solche Veranstaltungen gewünscht sind.

Ein weiteres musikalisches Großereignis fand in den vergangenen Tagen in Au/Hallertau statt: Beim Dellnhauser Volksmusikfest kamen wieder Tausende Besucher auf ihre Kosten.

Kommentare