VonSascha Karowskischließen
Weil München sparen muss, kritisiert die CSU die Umbaupläne für einige Plätze und Straßen. Zwei Projekte ärgern die Stadträte besonders.
München - München soll schöner werden, grüner und sicherer. Wie berichtet, will die Stadt den Umbau für die Augustenstraße (Maxvorstadt) vorantreiben. Auch gibt es Pläne für den Curt-Mezger-Platz (Milbertshofen), die Karl-Theodor-Straße (Schwabing-West), den Partnachplatz (Sendling-Westpark) und den Willy-Brandt-Platz (Messestadt Riem).
CSU-Kritik am Umbau des Willy-Brandt-Platzes: „18,6 Millionen Euro für Sträucher und einen Brunnen“
Allerdings: Bekanntlich muss München auch sparen, das Geld sitzt nicht mehr so locker. Vor dem Hintergrund kritisieren CSU und Freie Wähler die Investitionen für die Projekte, die insgesamt 37 Millionen Euro kosten sollen.
„Wer die Pläne des Baureferats liest, könnte meinen, dass München im Geld schwimmt“, sagt CSU-Stadtrat Alexander Reissl. Bereits vorhandene und funktionstüchtige Infrastruktur solle für insgesamt 37 Millionen Euro umgebaut werden. „Allein 18,6 Millionen Euro wird der Willy-Brandt-Platz kosten, für Sahara-Sträucher und einen Brunnen.“ Stadtweit würden ohne Not vorhandene Radwege ab- und neue hingebaut. „Die grün-rote Stadtregierung muss endlich erkennen, dass für solche Luxus-Projekte kein Geld da ist. Diese 37 Millionen Euro wären in Wohnungen, Kita-Personal oder das marode ÖPNV-Netz weitaus besser investiert.“
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Umbau der Augustenstraße: CSU-Stadtrat sieht „Gipfel der Absurdität“
CSU-Vize Hans Theiss ist insbesondere der Umbau der Augustenstraße ein Dorn im Auge. „Das gefährdet den Einzelhandel. Zahlreiche Gewerbetreibende haben Angst davor, für ihre Kunden schlechter erreichbar zu sein.“ Erst kämen jahrelange Bauarbeiten vor ihrer Tür, dann fallen die Parkmöglichkeiten weg. „Der Gipfel der Absurdität ist ein Baum, der mitten auf der Straße gepflanzt werden soll. Das ist reine Schikane gegen Autofahrer.“
