Stadtrat gibt grünes Licht

„Paradebeispiel für Stadtentwicklung“: 1000 neue Wohnungen im Münchner Norden geplant

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So stellen sich die Architekten den Euro-Industriepark künftig vor, die eingeschossigen Gewerbegebäude verschwinden.
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Im Euro-Industriepark in München sollen bis zu 1000 neue Wohnungen entstehen. Der Stadtrat hat für die Pläne jetzt grünes Licht gegeben.

München – Wohnen, Gastronomie und Dachgärten statt nur Parkplätze und Großhandel: Der Euro-Industriepark soll zu einem vielfältigen Stadtquartier werden. Am Mittwoch (4. Juni) hat der Planungsausschuss des Stadtrats den Weg dafür freigemacht und die Grundzüge der Planungen festgelegt.

Euro-Industriepark in München: Stadtrat hatte bereits im Jahr 2022 beschlossen, das Areal umzugestalten

Beim Euro-Industriepark handelt es sich um ein 215 Hektar großes Gewerbegebiet in den Stadtteilen Freimann und Milbersthofen. Es ist vor allem durch große, vorwiegend eingeschossige Märkte von Handelsketten geprägt. Der Stadtrat hatte bereits 2022 beschlossen, das Areal umzugestalten. Gewerbe bleibt erhalten, soll aber vor allem entlang der Maria-Probst-Straße konzentriert gestapelt werden.

Insgesamt wird allerdings, wie berichtet, Wohnen im Vordergrund stehen. In die Mitte des neuen Viertels hin werden zwischen 700 und 1000 Wohnungen entstehen. Am nördlichen Rand sollen in zwei höhere Häuser zusätzlich Geschäfte und eine Kita einziehen, davor ist ein Marktplatz mit Grün, Außengastronomie und einer Freiluftbühne geplant.

Euro-Industriepark in München: Neues Quartier soll grüner werden und mehr Freiflächen bieten

Entlang des Gleisbandes soll der bestehende Grünzug attraktiver und ökologisch wertvoller gestaltet werden. Aber auch für das gesamte Quartier setzt die Stadt auf mehr Bäume, begrünte Fassaden, Innenhöfe und Dächer, dafür weniger Beton, dichtere Bebauung mit mehr Höhe und dafür mehr Freiflächen, die das ganze Areal durchziehen und Orte sind, an denen man sich gerne aufhält, weil sie grün, kühl und attraktiv sind. Geprüft wird zudem ein Mobilitätshaus an der Maria-Probst-Straße, damit das Viertel möglichst autoarm bleibt und Fußgänger und Radelnde Vorrang haben.

„Der Euro-Industriepark ist ein Paradebeispiel dafür, wie Stadtentwicklung in München in Zukunft aussehen soll“, sagt Grünen-Stadtrat Florian Schönemann. „Wir gehen mit dem Wohnungsbau auf bereits versiegelte Flächen, statt auf die grüne Wiese und beim Bauen mehr in die Höhe. So schaffen wir kompakte Gebäude, um die herum Platz frei wird für Grünflächen und mehr Aufenthaltsqualität.

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