Neue Zahlen

Durchschnittsmiete, Wohnfläche und Mitbewohner: Studie zeigt, wie Menschen in München leben

+
In Mietshäusern leben in München die meisten Menschen. Das hat die Stadt in einer Studie erfasst. 55 Prozent der Bewohner leben zudem allein.
  • schließen

Wohnfläche, Verweildauer: Die Stadt hat in einer großen Studie die Bürger gefragt, wie sie in München leben. In einem Viertel bleiben die Mieter am längsten wohnen.

München - Die Isar, der Englische Garten, Schloss Nymphenburg, die Altstadt München hat viel zu bieten. Ausreichend günstiger Wohnraum gehört nicht dazu. Um zu erfahren, wie die Menschen hier leben, erfasst die Stadt regelmäßig Daten im Wohnungsbarometer. Der Stadtrat soll die Studie nächste Woche (12. Juni) erhalten, unserer Redaktion liegt sie bereits vor: So wohnt München!

Große Studie der Stadt: Wohnungsbarometer zeigt, wie groß die durchschnittliche Wohnfläche ist

Bevölkerung: 2023 lebten 1,59 Millionen Münchner in 873.400 Haushalten, 75 Prozent davon zahlen Miete. 49,7 Prozent der Bevölkerung sind Frauen. Und: München ist im Vergleich relativ jung, das Durchschnittsalter beträgt 41,3 Jahre (Deutschland 2022: 44,6 Jahre).

(Unser München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Isar-Metropole. Melden Sie sich hier an.)

Wohnungen: Die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf liegt bei 39,5 Quadratmetern (2022). In über der Hälfte aller Wohnungen lebt nur eine Person (55 Prozent Einpersonenhaushalte). Davon wiederum stellt die Altersgruppe der 30- bis 45-Jährigen den größten Teil.

Umzug: Jährlich ziehen durchschnittlich über 100.000 Menschen nach München, bevorzugt in zentrale Lagen. Bei Umzügen in der Stadt konzentriert sich die Nachfrage überwiegend auf Stadtrandlagen und größere Neubaugebiete.

Wohnungsbarometer für München: Im Schnitt bleiben Mieter elf Jahre in ihren Wohnungen

Verweildauer: Rund elf Jahre wohnt der Münchner in seiner Bleibe. Beachtlich: Die Wohndauer nimmt mit der Entfernung vom Zentrum zu. Die kürzeste Wohndauer von drei Jahren ist im Neubaugebiet Freiham zu beobachten, das ja auch gerade erst im Entstehen ist. In Daglfing derweil leben die Menschen mit 15 Jahren am längsten in ihren Wohnungen.

873 400 Haushalte gibt es in München, 75 Prozent zahlen Miete.

Haushalte: In 17,4 Prozent der Haushalte lebten Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die höchste Zunahme gegenüber dem Jahr 2014 wurde bei den klassischen Familienhaushalten (Paare mit Kindern) verzeichnet. Ihr Anteil an allen Haushalten stieg um 1,2 Prozentpunkte auf 14,1 Prozent an. Der Anteil von Haushalten alleinerziehender Eltern lag bei rund 3,3 Prozent.

Haushaltsgröße: Die durchschnittliche Haushaltsgröße betrug im Jahr 2023 1,8 Personen. Nach Stadtbezirksteilen betrachtet zeigen sich Differenzen zwischen zentralen Lagen in der Altstadt sowie der Maxvorstadt mit teilweise weniger als 1,5 Personen pro Haushalt und den Stadtrandgebieten mit über 2,5 Personen je Haushalt, wie zum Beispiel in Freiham und in der Messestadt Riem.

Studie der Stadt: Wie die Mieten für Neubauten und Bestandswohnungen seit 2014 gestiegen sind

Wohnfläche: Im Jahr 2022 betrug die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in München 39,5 Quadratmeter. Wohnungen in Stadtbezirken mit einem hohen Anteil an Altbauten und Einfamilienhäusern sind generell größer. Hier leben tendenziell auch einkommensstärkere Haushalte, die sich mehr Wohnfläche leisten können. Das zeigt der Blick in die Viertel. Den Einwohnern in der Altstadt und im Lehel steht mit durchschnittlich 49,2 Quadratmetern pro Person mit Abstand am meisten Wohnraum zur Verfügung, am wenigsten (28,4 Quadratmeter) in Milbertshofen und Am Hart.

Miete: 2022 betrugt die durchschnittliche Bestandsmiete (kalt) 14,50 Euro. In den vergangenen zehn Jahren sind sowohl die Wiedervermietungsmieten als auch die Mieten bei Erstbezug (siehe Karte) stark angestiegen. Lag Letztere beispielsweise 2014 bei 16 Euro pro Quadratmeter, waren es im Jahr 2023 schon 21,30 Euro (2022: 21 Euro). Bestandswohnungen wurden im Jahr 2023 für durchschnittlich 18,70 Euro pro Quadratmeter neu vermietet und waren somit ähnlich teuer wie im Jahr 2022 (18,65 Euro). Insgesamt verteuerte sich die Wiedervermietungsmiete seit 2014 um 4,10 Euro pro Quadratmeter.

Kommentare