VonSascha Karowskischließen
Die ÖDP will ein permanentes Schwimmbad in München. Die temporäre Lösung in Freising sei zu teuer. Und Freiham könnte von einem neuen Bad profitieren.
München – Die bayerische Landeshauptstadt wird sich für Olympische Spiele bewerben. Das haben die Bürger mit großer Mehrheit entschieden. Das für die Bewerbung erstellte Konzept sieht unter anderem die geplante Konzertarena in Freising als Austragungsort für die olympischen Schwimmwettbewerbe vor – also vorübergehend. Politiker der ÖDP fordern nun, das neue Olympia-Schwimmbad lieber in München zu errichten. Und zwar dauerhaft.
Olympische Spiele in München: Neues Hallenbad in Freiham soll dauerhaft genutzt werden und 2036 fertig sein
In dem Antrag an die Verwaltung steht, das Bad soll nicht nur den Anforderungen des IOC für mögliche Olympische Spiele entsprechen, sondern vor allem den Menschen im Münchner Westen mehr Lebensqualität schenken. Das Bad soll dauerhaft genutzt werden können und bis spätestens 2036 fertiggestellt sein.
Die bestehende Olympia-Schwimmhalle genüge internationalen Standards nicht mehr, da sie zu wenige Bahnen aufweist, heißt es in dem Antrag. Im Rahmen der Olympia-Bewerbung war eine temporäre Schwimmstätte in Freising vorgesehen. Diese Lösung würde laut ÖDP Millionen verschlingen und hätte keinen bleibenden Nutzen für die Stadt und ihre Bevölkerung. Ein permanentes Bad würde einen Beitrag zur Schwimmfertigkeit der Münchner leisten.
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Olympische Spiele in München: ÖDP-Chef kritisiert angeblich unausgewogene Stadtentwicklung
Freiham stehe sinnbildlich für eine unausgewogene Stadtentwicklung. Während dort Tausende neue Wohnungen entstehen, hinkten Verkehrsanbindung und Freizeitangebote hinterher. Ein Schwimmbad würde nicht nur den Alltag vieler Familien verbessern, sondern auch den gesamten Stadtteil aufwerten. Die versprochenen Infrastruktur-Milliarden könnten außerdem für den Ausbau der U5 von Pasing nach Freiham verwendet werden.
„Freiham wächst, aber die Lebensqualität im Münchner Westen wächst nicht mit“, sagt ÖDP-Chef Tobias Ruff, der zu den größten Gegnern einer Bewerbung Münchens für Olympische Sommerspiele gehört. In Freiham fehle es gleichwohl an Begegnungsorten, an Freizeitmöglichkeiten, an verkehrlicher und sozialer Infrastruktur. „Darum wäre es nur fair, wenn der Stadtteil, der die Fehler der Rathaus-Politik ausbaden muss, das neues Schwimmbad bekommen würde.“
