Städtische Gesellschaft

„Indiskretion“ im Aufsichtsrat: München Wohnen-Chefin Doris Zoller schmeißt die Brocken hin

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Doris Zoller, kommissarische Sprecherin der Geschäftsführung der Münchner Wohnen.
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Die Geschäftsführerin der München Wohnen, Doris Zoller, erklärt ihren Rücktritt. Grund sind offenbar Indiskretionen im Aufsichtsrat. Es ist der nächste Nackenschlag für die MüWo.

München – Die Münchner Wohnen (MüWo) wird immer mehr zum Kartenhaus. Denn: Die nächste Chefin schmeißt hin. Nach Infos unserer Redaktion hat die bislang kommissarische Sprecherin der Geschäftsführung Doris Zoller erklärt, vom Amt zurückzutreten. Für die städtischen Wohnungsbauer ist es der nächste Nackenschlag.

München Wohnen: Doris Zoller ist schon die dritte Chefin, die vorzeitig aus dem Amt scheidet

Die MüWo war Anfang 2024 aus der Fusion von GWG und Gewofag hervorgegangen. Doch bereits im Vorfeld gab es einen Skandal. Der mit der Fusion beauftragte Gewofag-Chef Klaus-Michael Dengler wurde im März 2023 vor die Tür gesetzt. Denn: Er hatte mittels Gutachten Handschriften – auch von Stadträten – untersuchen lassen, weil er wissen wollte, wer gegen ihn anonyme Anschuldigungen erhoben hatte. Rumms! Doch es ging weiter: Denn der daraufhin eigens für die Bewältigung der Fusion eingestellte Geschäftsführer Andreas Lehner warf nach nicht mal vier Wochen im Amt die Brocken hin. Doppel-Rumms!

Und immer dabei, kommissarisch die Geschäfte zu übernehmen: Doris Zoller. Das Engagement sollte jetzt eigentlich belohnt werden. Die Vorsitzende des Aufsichtsrates, Bürgermeisterin Verena Dietl, hatte vorgeschlagen, Zoller solle das Amt dauerhaft übernehmen. Doch das Gremium vertagte am vorigen Donnerstag eine Entscheidung auf Wunsch einiger Mitglieder, da diese noch einmal mit Zoller sprechen wollten.

Eklat bei der Münchner Wohnen: Doris Zoller habe „durch Indiskretion das Zeichen des Rückhalts“ gefehlt

Problem: Diese Infos waren durchgesickert, die SZ berichtete über den „Eklat bei der Münchner Wohnen“. Wie aus Unternehmenskreisen zu erfahren war, soll diese Indiskretion nun den Ausschlag für Zoller gegeben haben, vom Amt zurückzutreten. „Ihr fehle durch diese Indiskretion das Zeichen des breiten Rückhalts“, sagt ein Insider.

Die Münchner Wohnen ist einer der größten kommunalen Wohnungsbauer. Eigenen Angaben zufolge, verfügt sie über einen Bestand von circa 70 000 eigenen Wohnungen und ungefähr 1000 Gewerbeeinheiten mit 150 000 Mietern.

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