Die „Bürger für Wallgau" treten 2026 mit Bürgermeister Bastian Eiter an der Spitze unter anderem gegen den bisherigen Wählerverein an. Konflikte um Projekte hatten zur Trennung geführt.
Die „Bürger für Wallgau“ (BfW) um den Ersten Bürgermeister Bastian Eiter haben nach ihrer Abspaltung vom Wallgauer Wählerverein (WWV) zügig Fakten geschaffen. Vorausgegangen war eine längere Phase interner Spannungen innerhalb des bisherigen Wählervereins (wir berichteten). Unterschiedliche Auffassungen über die Ausrichtung des Vereins und Konflikte rund um Projekte wie eine geplante Photovoltaik-Freiflächenanlage hatten die Gemeinschaft zunehmend belastet. Schließlich entschieden sich Eiter und mehrere Mitstreiter, einen eigenen Weg einzuschlagen.
Als neue Wählergruppe sind wir gut aufgestellt.
Bereits im November gründeten elf Unterstützer den neuen Verein „Bürger für Wallgau“, der inzwischen auf 19 Mitglieder angewachsen ist und bei der Kommunalwahl 2026 mit einer eigenen Liste antreten will. Zum Vorsitzenden wurde Rathauschef Eiter gewählt, sein Stellvertreter ist sein Schwager und Gemeinderat Wolfgang Behling. Schriftführer ist Sebastian Weiß, Kassiererin Gabriele Seegerer.
BfW präsentieren „gut sortierte Liste“
Bei der Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl im März 2026 im Haus des Gastes präsentierte die BfW eine „gut sortierte Liste“ mit der höchstmöglichen Zahl von zwölf Kandidaten. Versammlungsleiter André Folgner führte gemeinsam mit den Helferinnen Martina Eiter und Katrina Behling durch das Wahlprozedere. Die Anwesenden beschlossen einstimmig, die Liste als Gesamtvorschlag zu genehmigen. Vor der Abstimmung stellten sich die Kandidaten mit kurzen Selbstporträts vor. Die anschließende geheime Blockwahl ergab ein einstimmiges Votum. Die Liste wurde danach um Yvonne Weiß als Ersatzkandidatin ergänzt.
Als Ansprechpartner zwischen der BfW und der Gemeinde Wallgau wurden Bastian Eiter und Sebastian Weiß bestimmt. Für die Kommunalwahl stellten sich Thassilo Meyer und Edgar Fath als Wahlhelfer zur Verfügung. In einer abschließenden geheimen Abstimmung wählten die Mitglieder schließlich den auf Platz eins der Liste stehenden Eiter offiziell zum Bürgermeisterkandidaten.
Es braucht mindestens 50 Unterstützer-Unterschriften
„Als neue Wählergruppe sind wir gut aufgestellt“, erklärte Eiter. „Ein großes Lob an alle, die sich für eine so breite und engagierte Liste zur Verfügung gestellt haben. Jetzt liegt viel Arbeit vor uns.“ Der Vereinsvorsitzende erinnerte daran, dass für die Teilnahme an der Kommunalwahl mindestens 50 Unterstützer-Unterschriften notwendig sind. Zwei liegen dafür im Rathaus aus: eine für die Bürgermeisterwahl, eine für die Gemeinderatsliste. Die Unterschriftensammlung soll zügig vorangetrieben werden, da neue Gruppierungen ohne Parteianbindung diese Hürde zwingend nehmen müssen. VON WOLFGANG KUNZ