Nach dem unerwarteten Tod von Hans Kiefersauer

Benediktbeuern wählt am 30. Juni: Wer wird neuer Bürgermeister?

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Das Benediktbeurer Rathaus.
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Die Bürger von Benediktbeuern werden am Sonntag, 30. Juni, einen neuen Bürgermeister wählen. Das wurde bei der Sondersitzung des Gemeinderats am Dienstagabend beschlossen.

Benediktbeuern – Franz Pölt, Geschäftsstellenleiter des Rathauses, stellte den Gemeinderäten und einigen Bürgern, die als Zuhörer gekommen waren, die zeitliche Abfolge vor. Nach dem Tod von Bürgermeister Hans Kiefersauer muss innerhalb von drei Monaten ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Der Termin würde jedoch genau in die Pfingstferien fallen, ebenso eine eventuelle Stichwahl. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt und mit Genehmigung der Regierung von Oberbayern kann der Termin nun ein bisschen nach hinten gerückt werden, nämlich auf den 30. Juni. „Das ist eine Woche nach Ende der Pfingstferien“, sagte Pölt. Kommt es zu einer Stichwahl, wird diese am Sonntag, 14. Juli stattfinden. Falls nicht, wird das amtliche Endergebnis am Montag, 1. Juli, bekannt gegeben, und der neue Bürgermeister tritt am 2. Juli sein Amt an.

Und noch etwas ist besonders: „Der neue Bürgermeister wird bis zum Jahr 2026 im Amt bleiben“, sagte Franz Pölt mit Blick auf die Gesetzeslage. Bei der Kommunalwahl im März 2020 werden in Benediktbeuern also nur ein neuer Gemeinderat sowie Landrat und Kreistag gewählt.

In der Sitzung wurde Franz Pölt zum Wahlleiter ernannt, seine Stellvertreterin ist Inge Ambrugger, die das Vorzimmer des Bürgermeisters leitet. Die Entscheidung fiel einstimmig.

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Im Laufe des Aprils dürfte der Wahlkampf in Benediktbeuern in Schwung kommen. Denn bis Donnerstag, 9. Mai, muss dem Rathaus vorliegen, welche Kandidaten sich um das Amt bewerben. Das heißt, dass die Listenvereinigungen im Laufe des Aprils ihre Aufstellungsversammlungen durchführen müssen – vorausgesetzt, es wird mehrere Kandidaten geben. Anschließend werden – innerhalb der gesetzlichen Fristen – die Stimmzettel gedruckt und Wahlbenachrichtigungskarten versandt. Hätte man die Bürgermeisterwahl nicht zusammen mit der Europawahl am Sonntag, 26. Mai, durchführen können? „Das haben wir auch diskutiert“, sagte Pölt im Gespräch mit unserer Zeitung. „Aber das wäre mit einigen Fristen sehr happig geworden.“

Die Sondersitzung am Dienstag wurde von Zweitem Bürgermeister Hanns-Frank Seller (CSU/Benediktbeurer Mitte) geleitet. Die Frage, ob er kandieren werde, ließ Seller am Mittwoch offen. „Ich muss es mir noch überlegen“, sagte er. Außerdem werde es ein Gespräch mit der CSU und dann eine öffentliche Versammlung geben. Diese wird „im ersten Drittel des April stattfinden“, sagte Seller. Dann werde bekannt gegeben, wer für die CSU-Liste ins Rennen gehe.

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