VonFabian Dilgerschließen
Die einst beliebten Neubürgerempfänge der Stadt stoßen kaum noch auf Resonanz. Die Ursachen scheinen hausgemacht.
Fürstenfeldbruck – Im vergangenen Jahr waren es vier neue Fürstenfeldbrucker, am Donnerstag kamen ganze sechs Zugezogene zur diesjährigen Neubürgerversammlung im Rathaus. Angesichts des mauen Zuspruchs flüchtete sich Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) in Ironie: „Ich freue mich, dass ein paar mehr den Weg in die Neubürgerversammlung gefunden haben.“
Früher schrieb die Stadt jeden der jährlich rund 1000 Neubürger persönlich an. So brachte man meist immerhin rund 50 Zugezogene ins Rathaus, die die Veranstaltung mit ihren noch frischen Blick auf die Stadt, mit Kritik und Anregungen belebten. Der Stadt schien diese Resonanz aber irgendwann zu gering für den Aufwand, der mit den schriftlichen Einladungen verbunden war. Im vergangenen Jahr machte man deshalb erstmals nur noch über Presse und Internet Werbung für die Neubürgerversammlung – mit dem bekannt schlechten Resultat.
Dieses Jahr versuchte man es mit Handzetteln, die Zugezogenen bei der Anmeldung im Rathaus übergeben wurden – mit Terminen für zwei Versammlungen, eine im Frühjahr, eine im Herbst. Doch auch dieses Konzept scheint nicht zu ziehen.
Jetzt will die Stadt „analysieren“ und „brainstormen“, was man ändern kann, sagt Pressesprecherin Tina Rodermund-Vogl. Germering, die andere große Kreisstadt, organisierte für Neubürger heuer eine Busrundfahrt, nach der sich sich alle Vereine in der Stadthalle vorstellten. Drei große Busse kriegte man voll. Vielleicht brauche man einfach mehr Rahmenprogramm, um die Leute zum Kommen zu bewegen, sagt Rodermund-Vogl dazu.
Eine spontane Idee von OB Raff nach der Versammlung: eine Fahrradtour durch Fürstenfeldbruck mit Ausklang in der Aumühle. Was auch immer umgesetzt wird, greift erst in 2020. Für den schon festgelegten Empfang im Herbst soll es keine Änderungen geben.
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