Staus und Straßenschäden

Neue Ampel sorgt für Ärger in Greiling

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Die Ampelanlage auf der Flinthöhe sorgt offenbar für mehr Verkehr in Greiling.

Die neue Ampelanlage auf der Tölzer Flinthöhe ist „nicht das Gelbe vom Ei“. So sieht es jedenfalls der Greilinger Gemeinderat Peter Strobl. Er beklagte in der jüngsten Sitzung den zunehmenden Schleichverkehr durchs Dorf.

Greiling Peter Strobl ist verärgert. Nach Beobachtungen des FWG-Gemeinderats wird Greiling zunehmend als Schleichweg genutzt, um Staus am Kasernenberg zu umgehen. Das Verkehrsaufkommen in der Ortschaft sei seit der Inbetriebnahme der neuen Ampel stärker geworden, so der Gemeinderat. Nachdem sich die Fahrzeuge manchmal bis zur Abfahrt im Bereich der Bachkapelle zurückstauen, fahren Ortskundige sicherheitshalber schon dort ab, auch wenn noch kein Stauende sichtbar ist, sagte Strobl in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Anschließend werde auf der Kreisstraße durchs Dorf zur Abzweigung in Höhe der Karwendelsiedlung gefahren, um sich dort wieder in den Verkehr auf der B 472 einzureihen. Rückstaus von 300 Meter vor der Abzweigung seien keine Seltenheit.

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Andere nutzten gleich den Weg über die Sachsenkamer Straße, um einem möglichen Stau auszuweichen. Dabei handelt es sich laut Strobl nicht nur um Pkw, sondern auch um Schwerlastverkehr, was ein zusätzliches Problem darstelle und die Schäden auf der Sachsenkamer Straße vermehre. Was die Gemeinderäte zusätzlich ärgert, ist das schleppende Genehmigungsverfahren für den Bau der Nordumfahrung, von der sich Greiling eine spürbare Verbesserung der Verkehrssituation erhofft. Die anstehenden Einwände der Bürger – aber auch der Gemeinde Greiling selbst – werden den Beginn der Baumaßnahme allerdings weiter verzögern.

Drei Forderungen an die Planer

Die Gemeinde hat in diesem Zusammenhang drei Forderungen an die Planer, die laut Bürgermeister Anton Margreiter noch nicht abgearbeitet sind: der direkte Radweg nach Bad Tölz, die Entwässerung des Oberflächenwassers und einen wirksamen Lärmschutz für die lärmgeplagten Bürger.

Bürgermeister Margreiter merkte dazu an, dass die Möglichkeiten einer verbesserten Verkehrsführung auf der jetzigen Trasse der B 472 im ehemaligen Kasernenbereich nie ernsthaft geprüft wurden. „Eine solche Lösung hätte schon längst realisiert werden können.“ Im Übrigen hegt er große Zweifel, ob Greiling den Baustellenverkehr für die Nordumfahrung, der sich über eineinhalb Jahre hinziehen werde, überhaupt verkraften könne.

In einem Schreiben an das Staatliche Bauamt Weilheim will der Bürgermeister auf den Sachverhalt aufmerksam machen. Zusätzlich hat sich die Gemeinde schon vor einigen Monaten Unterstützung durch ein Münchner Anwaltsbüro geholt. (Günter Platschek)

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