Preis der Raiffeisenbanken

„Oscar des Sports“ für drei Vereine

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Insgesamt 13 250 Euro schütteten die Raiffeisenbanken in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach am Dienstag bei einer Galaveranstaltung in Bad Tölz an 39 Sportvereine aus den beiden Landkreisen aus.

Hier geht es einmal nicht um Höchstleistungen, sondern ums ehrenamtliche Engagement für die Jugend: Als die Raiffeisenbanken in Bad Tölz ihre Auszeichnung „Sterne des Sports“ verliehen, sorgte zudem ein lokaler Stargast für Begeisterung und berührte die Zuhörer.

Bad Tölz – Drei „Sterne des Sports“ in Bronze haben die Raiffeisenbanken in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach in der vierten Auflage des bundesweiten Wettbewerbs vergeben. Geehrt wurden die Preisträger bei einer Veranstaltung im Tölzer Kurhaus. Über je 1000 Euro freuten sich der TC Eurasburg und der TSV Königsdorf sowie die Abteilung Basketball des TV Miesbach.

Mit dem „Oscar des Sports“ wurden dabei nicht Spitzenleistungen, sondern die ehrenamtliche Tätigkeit und das Engagement für die Jugend gewürdigt. Insgesamt stellten die Raiffeisenbanken heuer 13 250 Euro zur Verfügung. Die drei Gewinner nehmen nun am Landesentscheid in München um den Silbernen Stern teil, in Berlin werden später die Goldenen Bundessieger gekürt.

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Einen Vorgeschmack auf den Fasching bot zum Auftakt der Gala der Fanfarenzug der „Crachia Hausham“, die später auch noch eine Showeinlage beisteuerte.

Ganz still im Saal wurde es dann beim Interview, das BR-Moderator Florian Eckl mit dem Schirmherrn des Abends, dem Penzberger Paralympics-Sieger Wolfang Sacher, führte. Sacher verlor mit 16 Jahren seinen linken Arm. Nach einer Lebenskrise fand er über den Radsport wieder neuen Lebensmut. „Behinderung ist keine ansteckende Krankheit“, sagte Sacher, der mit viel Humor, erfrischend und frei von der Leber weg erzählte und damit die über 200 Breitensportler im Saal begeisterte. Sein abschließender Appell an die Eltern sportlicher Kinder: „Auch wenn es euch manchmal fast zu viel wird mit dem Fahren und dem Bezahlen, macht trotzdem weiter – es geht um unsere Jugend.“

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Dass es um die gemeinsamen Bemühungen der örtlichen Vereine um die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen ging, hatte zuvor schon Stellvertretender Raiba-Vorstandsvorsitzender Manfred Gasteiger deutlich gemacht, als er sagte: „Was einer nicht schafft, schaffen viele.“ Dies sei auch die verbindende Klammer von Genossenschaftsbanken und Breitensport.

Die Zuhörer erfuhren auch einiges über die drei Hauptpreisträger. Die Abteilung Basketball des TV Miesbach hatte sich mit dem Projekt „Integration durch den Basketballsport“ beworben. Dieses ruht auf den drei Säulen „Integrative Sportgruppen“, „Übernahme von Verantwortung“ sowie „Sportliche und soziale Zielsetzungen“, erläuterte der Miesbacher Integrationsbeauftragte Max Niedermeier. Der Tennisclub Eurasburg erhielt den bronzenen Stern für seine sportliche Förderung von Kindern und Jugendlichen. Der Verein ermöglicht jungen Leuten einen Schnelleinstieg in den weißen Sport. Spaß und spielerisches Lernen stünden dabei im Vordergrund, wie der Vorsitzende Edgar Jochheim sagte. Durch besonderes Engagement zeichnet sich auch der TSV Königsdorf aus. Seit 2014 organisiert er gemeinsam mit dem Verein „Blut“ Spendenläufe, um Leukämie- und Tumorkranken zu helfen.

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Allein heuer waren 463 Läufer am Start. 2013 hatte man zudem einen Spendenlauf für Hochwasseropfer durchgeführt, der 5000 Euro erbrachte. Weitere Veranstaltungen mit hoffentlich noch mehr Teilnehmern seien geplant, sagte Zweiter Vorsitzender Rainer Kopnicky.

Karl Bock

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