Bauarbeiten auf der Flinthöhe

Neue Boulderhalle: Steg eingebaut, Kletterwände kommen

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Raffiniert gestaltet ist der Steg, der Kletterzentrum und Boulderhalle verbindet. Er wurde kürzlich angeliefert.
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Anfang Dezember ist es soweit: Dann werden die Kletterwände in der neuen Boulderhalle auf der Flinthöhe eingebaut.

Bad Tölz – „Wenn man so etwas gestaltet, ist es hilfreich, dass man sich viele Anregungen holt und sich umschaut“, sagt Peter Naumann, Vorsitzender des Trägervereins. Deshalb haben sich die Verantwortlichen überall dort ein Bild gemacht, wo Boulderhallen mit ähnlichen Grundflächen stehen. „Wir hatten viele Entwürfe, haben vieles verworfen, weil es zu eng geworden wäre.“ Fest vorgegeben per DIN-Vorschrift sind die sogenannten Sturzräume. „Jetzt haben wir einen Kompromiss zugunsten der Vielfältigkeit gefunden“, sagt Naumann.

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Großzügige, nicht steile Flächen, aber auch steilere Passagen und einen eigenen Trainingsbereich für diejenigen, „die gerne am schärferen Ende klettern“, wie Naumann sagt. Salopp gesagt sind es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.

Das Ziel sei aber, die Menschen zum Klettern hinzuführen und dass sie sich für das Erlebnis begeistern können. „Es ist für jeden eine Geländeform da.“ Man wolle etwas ganz Neues bieten, modern sein, um ein attraktives Angebot zu machen.

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Ganz speziell ist auch der Kinderbereich gestaltet. „Wir haben uns gesagt: Wenn Kinder in der Halle sind, wollen sie sich auch bewegen.“ Daher entschied man sich am Ende für einen Hersteller, der auch Kinderspielplätze baut. „Als wir die Kletterwände geplant haben, waren wir alle sehr leidenschaftlich. Als wir über den Kinderbereich gesprochen haben, wurden wir alle wieder zum Kind.“

Er sieht aus wie eine Ritterburg und bietet jede Menge Bewegungsmöglichkeiten für die Kleinen. Gedacht ist er für Kinder, die sich auch auf einem Spielplatz schon alleine zurechtfinden. „Aber wir können uns auch vorstellen, unser Angebot zu erweitern“, sagt Naumann. Beispielsweise schwebt ihm vor, außerhalb der Öffnungszeiten die Boulderhalle für Krabbelgruppen zu öffnen. „Wir könnten uns auch Kooperationen mit Schulen und Kindergärten vorstellen. Wir wollen alle mit ins Boot holen.“

Pläne für das Innere der Halle: Der Kinderbereich (li.) soll wie eine Ritterburg aussehen.

Erst kürzlich wurde der Steg angeliefert, der das Kletterzentrum mit der Boulderhalle verbindet. Entgegen der ursprünglichen Planung, die eine vollständig umhüllte Brücke mit Verglasung vorsah, stellt die jetzige Fassung eine kostengünstigere und in ihrem Grundkonzept fast spartanische Lösung dar: ein Gitterrost als Fußboden mit dünnen Stahlblechen als Überdachung und tragenden Seitenelementen. An einer Seite wurde die Form von kletternden Personen mit Brennschnitt herausgearbeitet.

Auch wenn der Fortschritt sehr zügig vonstatten zu gehen scheint: Einige Arbeiten stehen noch aus. „Wir hoffen, dass wir den geplanten Eröffnungstermin im März halten können“, sagt Naumann. Die Boulderer können es kaum erwarten. 

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