Neubau

Neues Rathaus in Gröbenzell wird schon wieder teurer

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So sah der Entwurf der Behnisch Architekten für das Äußere des Gröbenzeller Rathauses aus. Jetzt stellte der Architekt seine Ideen für das Innenleben vor.

Der Rathausneubau in Gröbenzell schreitet voran. 75 Prozent der Arbeiten sind mittlerweile vergeben. Es zeichnet sich aber auch ab, dass die Gesamtkosten steigen. Besonders die Gussasphaltarbeiten werden deutlich teurer.

Gröbenzell – Vizebürgermeister Martin Runge (Grüne) freute sich zwar anlässlich der Vergabe von Arbeiten im Sonderausschuss für Bauvorhaben, dass die Preise gegenüber der Kostenberechnung vom Juli 2017 nicht ausschließlich nach oben gehen. Allerdings: Der Gesamtpreis für das neue Rathaus steigt seit den ersten Kostenberechnungen stetig an.

Vor einem Jahr standen in der Investitionsplanung der Gemeinde noch 17,6 Millionen Euro für den Rathausneubau. Als die Haushaltsberatungen für das kommende Jahr im Oktober begannen, war dann bereits von knapp 20,1 Millionen Euro zu lesen. Zur dritten Lesung Anfang Dezember war die Summe auf 21 Millionen Euro gestiegen. Das könnte noch teuer werden. Manche Handwerkerleistungen sind noch nicht vergeben und könnten mehr kosten als geplant.

So fehlt dem neuen Rathaus bisher noch ein Dach. Denn die Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten konnten, obwohl sie bereits zum zweiten Mal ausgeschrieben waren, noch immer nicht vergeben werden. Es hat sich keine einzige Firma beworben. Im Juli hatte noch ein Angebot vorgelegen. Dieses war aber unangemessen hoch, wie Bauamtsleiter Markus Groß im Sonderausschuss erklärte. Es lag mit 687 000 Euro knapp 68 Prozent über der Kostenberechnung. Die Arbeiten müssen nun erneut ausgeschrieben werden.

Wesentlich teurer werden die Gussasphaltarbeiten für den Tiefgaragenboden: 200 000 Euro statt knapp 114 000 Euro. Dieser eklatante Anstieg ergibt sich aus neuen, strengeren gesetzlichen Anforderungen, erläuterte der Bauamtsleiter den Gemeinderäten. Die Bodenplatte muss zusätzlich kugelgestrahlt und unter die Abdichtung eine Epoxidharzabdichtung aufgebracht werden. Zudem hatte sich lediglich eine Firma um die Arbeiten beworben.

Auch der Preis für Gerüstbauarbeiten steigt ordentlich, nämlich um 30 Prozent auf knapp 75 000 Euro. Trotzdem wurden die Arbeiten vergeben. Diese waren bereits zum zweiten Mal ausgeschrieben worden. Beim ersten Mal lagen die Angebote preislich noch höher, das günstigste lag bei knapp 84 000 Euro. Die Tiefgaragendämmung wurde für 82 000 Euro vergeben. Um 42 Prozent teurer werden zudem die Schlosserarbeiten: 404 000 Euro müssen dafür aufgebracht werden.

Allerdings gibt es eben auch die Posten, die einem anderen Trend folgen. Günstiger als im Juli 2017 berechnet, werden die Lüftungsinstallationen: Sie schlagen mit 373 000 Euro zu Buche (minus 41 000 Euro). Das Gleiche gilt für die Sanitärinstallationen, die für 264 000 Euro vergeben wurden (minus 8,5 Prozent). Um 23 Prozent günstiger wurde auch der Einkauf der Innentüren – es handelt sich um Holztüren, die teilweise verglast sind (Kosten: 200 000 Euro statt 261 000 Euro). Auch die Estricharbeiten werden günstiger (knapp 145 000 Euro statt 187 000 Euro). (sus)

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