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Nach dem Tod einer Eisbach-Surferin (33) trauern Menschen um die junge Frau. An der Unglücksstelle legen sie Blumen, Kerzen und einen kleinen Brief nieder.
München – Wie berichtet, hatte sich die Sicherheitsleine der Surferin (33) in der Welle verheddert – womit, ist bislang nicht klar. Für die Surferin war es unmöglich, sich aus den reißenden Fluten selbst zu befreien. Erst Strömungstaucher der Feuerwehr konnten sie nach 30 Minuten retten. Eine Woche nach dem Unglück ist die Surferin am Mittwoch gestorben.
Die Anteilnahme an ihrem Tod ist groß – Trauerende haben Blumen, Kerzen und einen kleinen Brief an der Unfallstelle abgelegt. Fabian M. (32) aus Hannover bückt sich vor die Blumensträuße und Kerzen, sanft rückt er eine Tulpe zurecht. Er ist gekommen, um sein Beileid zu bekunden: „Das tut einem einfach unglaublich leid: für die Surferin, für ihre Familie und alle, die sie gut gekannt haben.“ Er war eigentlich mit Freunden aus Hannover vom Verein der dortigen Leinwelle nach München gekommen, um sich selbst an der Eisbachwelle zu versuchen.
Das geht jetzt nicht, die Welle bleibt gesperrt – nun wollten sie wenigstens ihre Trauer ausdrücken. „Der Unfall hat uns erschüttert“, sagt M. Deshalb haben die Surfer aus Hannover den Brief an die Unfallstelle gelegt: „Unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie der verstorbenen Surferin“, steht drauf. Ein Zeichen der Anteilnahme.
Surfer nach Unfall am Eisbach unter Schock: „Es ist wahnsinnig traurig“
Auch Steve Klisch (55) bleibt länger stehen, schaut stumm auf die Gedenkstätte: „Ich bin gekommen, um der verstorbenen Surferin meinen Respekt zu erweisen.“ Er ist seit vielen Jahren Surfer, allerdings im Meer – jetzt ist er für einige Zeit in München und versucht sich als Flusssurfer. Vor einigen Tagen habe er von dem tragischen Unfall erfahren: „Es ist wahnsinnig traurig.“ Daneben bleiben immer wieder Passanten stehen, halten inne. Eltern erklären ihren Kindern, was hier passiert ist.
Und auch in der Surf-Szene ist der Schock über den Tod noch zu spüren: „Der Moment, in dem ich davon erfahren habe, hat mich tief betroffen und traurig gemacht“, sagt Flusssurf-Experte Robert Meier-Staude, Professor für ressourcenschonende Konstruktion und Entwicklung. Jeder Surfer müsse Schlüsse daraus ziehen, um in Zukunft selbst sicherer zu surfen.
Rubriklistenbild: © Julian Limmer


