VonAndreas Steppanschließen
Bei seinem ersten Auftritt hatte er mit sanften Klängen überzeugt. In der nächsten Runde der Sat.1-Castingshow „The Voice Kids“ bewies der zehnjährige Nils Dinslage aus Bad Tölz nun, dass er auch rockige Töne beherrscht.
Bad Tölz – Am Sonntagabend wurde seine Darbietung in den sogenannten „Battles“ ausgestrahlt. Der Fünftklässler überzeugte dabei zwar erneut, schied aber letztlich aus.
„Natürlich war ich enttäuscht, aber es war trotzdem cool“, blickte der Gymnasiast am Montag im Gespräch mit dem Tölzer Kurier zurück. Wie berichtet hatte der Bub in der ersten Runde, den „Blind Auditions“, mit der Interpretation von Michael Jacksons „Heal the World“ die Herzen der Jury und des Publikums gewonnen. Für den nächsten Auftritt bildete Mentor Mark Forster ein Trio aus Nils sowie dem zwölfjährigen Peter und dem 15-jährigen Cedrik. Gemeinsam mussten die Buben das Lied „Teenage Dirtback“ singen, das im Original von der Band Wheatus stammt.
Eine so rockige Nummer – „das ist schon eine Herausforderung“, kommentierte Nils in einem der Einspielfilme. „Aber wir werden die Abrissbirne machen und die Bühne einreißen.“ Diesen Worten ließen die Nachwuchs-Musiker Taten folgen und ernteten für ihren Auftritt großen Applaus und viel Lob von der Jury. Mark Forster bescheinigte Nils den „Cuteness-Faktor“ – also dass er richtig süß sei. „Während du performst, hast du selbst das Gefühl, dass du evil (böse, Anm. d. Red.) abrockst. Aber die Mädels denken nur: Ohhhhh!“, witzelte der prominente Sänger. Genau das sei aber gut so, ergänzte Mitjurorin Lena Meyer-Landrut. Auch wenn Forster dem Zehnjährigen bestätigte, dass er es „prima, prima gemacht“ habe: Am Ende ließ er Konkurrent Cedrik weiterkommen.
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„Mit Cedrik und Peter habe ich mich richtig gut verstanden, wir haben viel Spaß gehabt“, berichtet Nils dem Tölzer Kurier. Am liebsten würde er noch einmal bei „The Voice Kids“ mitmachen – doch leider dürfen das diejenigen Kandidaten, die schon einmal so weit gekommen sind wie Nils nicht mehr. Singen und musizieren will der Tölzer natürlich trotzdem weiterhin: im Schulchor und als Schüler des Musikzentrums Trommelfell zum Beispiel.
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Aktuell wartete noch eine besondere Belohnung auf den Fünftklässler. Vergangenen Donnerstag war er zum Konzert vom Mark Forster in der Münchner Olympiahalle eingeladen. „Ich stand auf der Gästeliste“, erzählt er stolz. „Da kam man schneller rein, und wir hatten einen Stehplatz ganz vorne.“
