Seit fast einem Jahr kein Durchkommen

Ortsdurchfahrt Inkofen weiterhin gesperrt: Jetzt liegt es nicht mehr an der Kapelle

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Die Ortsdurchfahrt von Inkofen ist noch immer für den motorisierten Verkehr gesperrt. Der Grund ist aber nicht mehr die einsturzgefährdete Kapelle, sondern der Hang, der nun absturzgefährdet ist.

Die Standsicherheit der Kapelle in Inkofen ist seit kurzem wiederhergestellt. Dennoch bleibt die Ortsdurchfahrt gesperrt. Und das hat nichts mit dem kleinen Kirchlein zu tun.

Haag/Inkofen – Seit fast einem Jahr ist die Ortsdurchfahrtsstraße von Inkofen gesperrt. Die Kapelle, die im November von einer jungen Pkw-Lenkerin angefahren worden war, galt nach dem Unfall als einsturzgefährdet. Straße und Gehweg wurden daraufhin für Fahrzeuge und Fußgänger hermetisch abgeriegelt. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Die Standsicherheit der Kapelle sei zwar seit kurzem wiederhergestellt, informierte Bürgermeister Anton Geier in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Für Fahrradfahrer und Fußgänger ist der Weg wieder frei.

Allerdings gebe es jetzt einen anderen Grund, warum die Staatsstraße 2054 immer noch nicht für den PKW-Verkehr freigegeben werden könne: Der steil abfallende Hang neben der Kapelle sei abrutschgefährdet. Das bestätigte Hans Jörg Oelschlegel, Bereichsleiter Straßenbau beim Staatlichen Bauamt in Freising. Die Böschung habe sich als instabil erwiesen. In rund zwei Wochen läge ein Gutachten über die Standfestigkeit des Hanges vor. Bis wann die Straße frei gegeben werden könne, könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Die Gemeinde habe darauf keinen Einfluss, betonte Geier.

Denn das steil abfallende Gelände sei im Besitz des Erzbischöflichen Ordinariats in München und dies sei damit auch zuständig für die Standfestigkeit. Die Anwohner werden also weiterhin auf eine Geduldsprobe gestellt. Denn die meisten Autofahrer nahmen bisher nicht die weiträumig ausgeschilderte Umleitung, sondern passierten die schmale Inkofener Dorfstraße – und das wird wohl bis auf Weiteres so bleiben. 

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