Gesundheitstag im Peitinger Wellenfreibad

Von Erster Hilfe bis zur Wassergymnastik

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Den Sprung ins kalte Wasser wagten Ärzte, Geschäftsführung und Pflegepersonal der Krankenhaus GmbH nach ihrer „Competition“.

Sommer, Sonne, Gesundheitstag: Am Mittwoch lud die Krankenhaus GmbH bereits zum 5. Mal ins Peitinger Wellenfreibad. Bei bestem Wetter und freiem Eintritt wurde den Badegästen wieder viel Spaß und Lehrreiches geboten. Trotz überschaubarer Besucherzahl vor allem am Vormittag waren die Veranstalter zufrieden.

Peiting – Mittwochmorgen im Wellenfreibad Peiting, es ist 10 Uhr. Am strahlend blauen Himmel ist kein Wölkchen zu sehen. Die Frühschwimmer ziehen ihre Kreise, alles scheint wie immer. Doch nicht mehr lange: Schon taucht ein Mann im Krankenhaus GmbH-Shirt auf, Musik ertönt aus herbeigeholten Boxen. Über ein Mikrofon gibt er lautstark Anweisungen. „Arme nach links, Füße heben, wie beim Hopserlauf.“ Der Startschuss für den bereits fünften Gesundheitstag ist gefallen, Wassergymnastik steht auf dem Programm. Schon sammeln sich die Interessierten im hüfthohen Wasser, beteiligen sich an den Übungen. Schön dabei: Jung und Alt durchpflügen gemeinsam in einer Karawane das Wasser, lachen und bewegen sich rhythmisch zur Musik.

Blutdruckmessen-To-Go: Viele interessierte Besucher ließen sich vom Krankenhaus-Team gerne beraten.

Dass sich der Besucherandrang an diesem Mittwochvormittag noch in Grenzen hält, stört vorerst keinen. Ein Mitarbeiter der Wasserwacht, die die Badeaufsicht übernimmt, zeigt sich für den Nachmittag zuversichtlich. Am Morgen sei es einfach noch zu frisch. Ähnlich sieht das auch Isa Berndt, Pressesprecherin der Krankenhaus GmbH. „Es ist einfach schön heute“, berichtet sie freudestrahlend. Schließlich hatte sie das Event noch vor wenigen Wochen witterungsbedingt absagen müssen. Sie freut sich auch deshalb sichtlich über jeden großen und kleinen Besucher, der sich einem der vielen Stände nähert. Und es ist ja auch Einiges geboten.

Direkt am Eingang wurde eine Popcorn-Maschine platziert. Aber ist Popcorn denn tatsächlich gesund? Nach der Ansicht von Stefanie Dietl ja. Mais ist schließlich ein Gemüse, Zucker würden sie ihrem Popcorn nur geringfügig hinzugeben, als „Balsam für die Seele“.

Ein paar Meter weiter klärt Regina Boysen über die Bedeutung der Flüssigkeitszufuhr auf, was für sie speziell an warmen Tagen unerlässlich ist. So schenkt sie jedem Interessierten mit Obst- und Gemüsescheiben angereichertes Wasser aus. Besonders bei älteren Menschen besteht bei hohen Temperaturen erhöhtes Risiko, weiß Pflegedienstleiterin Sandra Buchner zu berichten. Auch deshalb hat sie mit ihren Partnerinnen einen Vitalparameter-Check-Up eingerichtet: Hier werden Blutdruck und Puls begutachtet, was den Patienten zusagt. „Gsund woll’ ma ja scho bleiben“, erwähnt eine ältere Dame und erfreut sich gleichzeitig der servierten Kekse und Magnesium-angereicherten Getränke.

Viel Zielwasser war nötig, um trotz verschwommener Sicht durch die „Alkoholbrille“ Dosen abzuräumen.

Inzwischen ist es kurz vor 12 Uhr, die Sonne scheint jetzt mit voller Kraft vom Himmel. „Da muss man dranbleiben“, sagt Dr. Stefan Günther. Der Chef des Gesundheitsamts klärt am Stand seines Teams über den richtigen Schutz der Haut auf. Versüßt wird das Thema den Besuchern mit einem Quiz samt Glücksrad.

Das Thema Gesundheit steht über allem und findet sich daher auch am Stand des BRK wieder. Speziell in Sachen Erste Hilfe seien junge, aber auch viele alte Menschen oft überfordert, weiß Thomas Zimmerer. Und genau dies gelte es, durch Veranstaltungen wie diese „pragmatisch sowie anwendungsorientiert zu forcieren“, fügt Isa Berndt hinzu. Zimmerer sieht den Gesundheitstag zudem als willkommene Gelegenheit, die Jugend fürs BRK zu begeistern.

Forcieren möchten die kleinsten Besucher dagegen ganz andere Dinge – für sie ist schließlich – der Pflegeschule sei Dank – eine ganze Menge geboten. Von der Wasserrutsche über Tattoos bis hin zur beliebten „Alkoholbrillen-Dosenwurf-Station“.

Während sich die Kinder weiter austoben, konzentrieren sich die Erwachsenen schon auf die alljährliche „Competition“ zwischen Chefärzten, Geschäftsführung und Pflegeschule. Landrätin Andrea Jochner-Weiß gibt den Startschuss zu Entenrennen und Lagenschwimmen, es herrscht ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Sieger sind am Ende die Favoriten, die Chefärzte. Applaus von den mittlerweile zahlreichen Zuschauern gibt’s obendrauf.

VON MAX EDINGER

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