Masterplan soll umgesetzt werden

Große Lösung für drängendes Kita-Problem in Peiting

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Auf dieser Wiese an der Jägerstraße soll der neue Kindergarten entstehen.
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Die drängende Frage, wo weitere Kindergartenplätze entstehen sollen, beschäftigte die Gemeinderäte. Das Ergebnis ist ein Umbruch für die Peitinger Kita-Landschaft.

Peiting – Bis zum Kindergartenjahr 2021/2022 soll der Masterplan umgesetzt werden, dem die Gemeinderäte am Dienstagabend in nichtöffentlicher Sitzung zugestimmt haben. Lange sei diskutiert worden, berichtet Bürgermeister Michael Asam im Gespräch mit der Heimatzeitung. Der Redebedarf war groß, kein Wunder, schließlich ging es um nichts weniger als den großen Wurf, der die Kinderbetreuung in der Gemeinde für die Zukunft auf sichere Füße stellen soll.

Dass etwas getan werden muss, hatte sich schon länger abgezeichnet. Steigende Geburtenzahlen, Zuzüge und die sogenannten „Korridorkinder“: Gründe für den steigenden Bedarf gibt es viele. Vorausschauend hatte der Gemeinderat deshalb bereits 2017 den Neubau eines Kindergartens auf der Basili-Wiese beschlossen, der allerdings wegen des gescheiterten Grundstücksgeschäfts nie gebaut werden konnte.

Peiting: 28 Kinder standen im Frühjahr ohne Betreuungsplatz da

Im Frühjahr spitzte sich die Lage schließlich zu, 28 Kinder standen ohne Betreuungsplatz für das kommende Kindergartenjahr da. Nur mit viel Mühe gelang es der Verwaltung, kurzfristig Abhilfe zu schaffen, in dem man Ausweichräume etwa in der ehemaligen Mädchenschule für die Betreuung auftat.

Hoher Bedarf an Kindergartenplätzen in Peiting: Suche nach dauerhafter Lösung  

Hinter den Kulissen lief derweil die Suche nach einer dauerhaften Lösung auf Hochtouren. Die ist nun gefunden und sieht wie folgt aus:

Auf einem gemeindlichen Grundstück an der Ecke Jägerstraße/Uhrerskreuzweg, das 2015 schon einmal als Standort für eine Asylbewerberunterkunft im Gespräch war, soll ein neuer Kindergarten für fünf Gruppen entstehen. In ihn sollen sowohl die beiden Gruppen aus dem Therese-Peter-Haus für Kinder als auch die beiden Gruppen aus dem Kindergarten am Rathaus umziehen. Damit könne das Therese-Peter-Haus künftig komplett als Krippe genutzt werden, sagt Asam. Das sanierungsbedürftige Gebäude des Rathaus-Kindergartens stünde dann für eine anderweitige Nutzung zur Verfügung.

Kindergärten in Peiting: An weitere Stelle wird gebaut

Doch eine zusätzliche Kindergartengruppe allein reicht nicht aus, um den Bedarf an Betreuungsplätzen langfristig zu decken, weshalb auch an anderer Stelle gebaut wird. So habe die Caritas eingewilligt, ihren Kindergarten St. Michael um zwei Gruppen zu erweitern, sagt Asam. Angebaut werden soll außerdem für den Hort am Kindergarten im Forsthaus. Direkt angrenzend hatte die Gemeinde Anfang des Jahres ein Grundstück vom Freistaat erworben.

Auch Lösung für Peitinger Jugendzentrum in Aussicht

Das war freilich bislang eigentlich als neuer Standort für das Jugendzentrum vorgesehen gewesen. Doch auch für dieses Problem habe man eine Lösung im Auge, berichtet der Bürgermeister. Das in Frage kommende Grundstück befinde sich ebenfalls bereits in Gemeindebesitz. Details könne er allerdings noch nicht nennen.

Der gesamte Gemeinderat und er seien glücklich, eine gute Lösung für Peiting gefunden zu haben, betont Asam. Allerdings sei allen klar, welch „gewaltige Aufgabe“ damit auf die Gemeinde und vor allem das Bauamt warte. Denn die Zeit drängt, binnen zwei Jahren, so das Ziel, soll das „Mammutprogramm“ umgesetzt werden.

Auch in Schongau ist der Bedarf an Kindergartenplätzen groß. Für voraussichtlich zwei Jahre ist jetzt eine Gruppe des Kindergartens Luftballon in die Kindergarten-Außenstelle an der Benefiziumstraße eingezogen. Außerdem wurde der Kindergarten im Gnettner Areal neu gestaltet. Um eine Neugestaltung geht es auch in Peiting: Ein Wohn- und Geschäftshaus wird in Peitings Ortsmittegeplant. Doch aus dem Landratsamt kommt Gegenwind. Und hier gibt es weitere Nachrichten aus Schongau und Umgebung.

14 Wochen Schulferien pro Jahr stehen sechs Wochen Urlaub pro Elternteil gegenüber. Bestenfalls. Eine junge Schongauer Mutter geht jetzt in die Offensive. Sie findet: Auch Kindergärten könnten künftig ihre Kapazitäten in der ohnehin dürftig besuchten Ferienzeit anbieten.

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