Online-Abstimmung

Knappe Mehrheit ist für das Parkdeck in der Peitinger Ortsmitte

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Das Ergebnis der Online-Umfrage: Eine Mehrheit der User sprach sich für das Parkdeck aus.
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Mit großer Mehrheit hat der Peitinger Marktgemeinderat vor kurzem beschlossen, den Bau eines Parkdecks vor der ehemaligen Mädchenschule in der Bachstraße voranzutreiben. Dort könnten so 70 zusätzliche Stellplätze im Ortszentrum entstehen. Doch braucht es diese überhaupt? Das Ergebnis unserer Online-Umfrage fällt knapp aus.

Peiting – Das Resultat der Befragung ist natürlich nicht repräsentativ und ohne weiteres auf die Peitinger Bevölkerung zu übertragen. Jedoch zeigt es, dass das Thema Parkdeck polarisiert und die Meinung der immerhin 224 Teilnehmer, die bis Montagvormittag ihre Stimme abgaben, durchaus zweigeteilt ist.

So sind 56 Prozent der Ansicht, dass es an Stellplätzen im Ortszentrum fehle, ein Parkdeck deshalb gebaut werden sollte. 44 Prozent lehnen dagegen das Projekt ab, weil es bereits genügend Parkplätze gebe.

Bei Facebook fällt das Stimmungsbild deutlicher aus

Auch auf der Facebook-Seite der Schongauer Nachrichten wurde fleißig über das Projekt diskutiert. Hier war das Stimmungsbild weniger ausgeglichen, die Mehrheit der Nutzer sprach sich für das Parkdeck aus. „Spätestens wenn das Barnsteinergelände wieder bebaut ist, wird man merken, dass es notwendig ist“, argumentierte etwa Marino Weiß mit Blick auf das geplante Wohn- und Geschäftshaus an der Ecke Poststraße/Müllerstraße. Das Grundstück wird bislang als öffentlicher Parkplatz genutzt. Zwar sollen auch in der Tiefgarage des Neubaus 14 öffentliche Parkplätze entstehen, allerdings wären diese laut aktuellen Plänen nur in der ersten Stunde kostenfrei zu nutzen.

Auch Facebook-Nutzerin Angelika Witt hält den Bau des Parkdecks für richtig. „Vor allem, wenn man mehr Parkplätze um Rathaus und Geschäfte sinnvollerweise zu Kurzzeitparkplätzen machen würde.“ Genau das sei der Plan, schaltete sich der CSU-Gemeinderat Peter Ostenrieder an dieser Stelle in die Online-Diskussion ein. „Das Deck soll für Langzeitparker und Patienten, Mitarbeiter oder Kunden sein, die länger parken. Dadurch kann man am Hauptplatz und den Geschäftsstraßen die Parkplätze kürzer begrenzen.“

Doch es gibt auch weniger überzeugte User. „Mag sein, dass es Parkplätze braucht, aber deshalb ein Parkdeck für x Millionen?? Ich glaube da gibts sicher wichtigeres“, stellte Jürgen Settele fest. Und Ingo Schulz fand es angebrachter, erst einmal kaputte Straßen zu sanieren.

Baubeginn nicht vor 2022

Noch steht nicht endgültig fest, ob das Parkdeck auch wirklich realisiert wird. Zwar hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung an seinem grundsätzlichen Ja zum Millionen-Projekt festgehalten. Doch gebaut werden kann erst frühestens 2022, will die Gemeinde nicht auf Gelder aus dem Topf der Städtebauförderung verzichten (wir berichteten). Voraussetzung für deren Beantragung ist außerdem die Erstellung eines Verkehrsgutachtens, das den Bedarf einer solchen Lösung nachweist. Ein solches hatte jüngst der Grünen-Gemeinderat Thomas Elste gefordert. 

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