VonChristoph Petersschließen
Die Sommersaison im Peitinger Wellenfreibad neigt sich dem Ende entgegen. Ein neues Rekordergebnis gibt es heuer nicht, mit der Bilanz ist die Gemeinde dennoch hochzufrieden.
Peiting – Am 1. September hat für die Meteorologen offiziell der Herbst begonnen, und als wenn dies das Zeichen gewesen wäre, zeigte sich das Wetter zum Wochenbeginn gleich einmal von seiner ungemütlichen Seite. Kühl und nass, so soll es bis auf kurze Lichtblicke weitergehen – der Hochsommer ist endgültig vorbei. Allzu groß wird der Ansturm auf das Peitinger Wellenfreibad deshalb in den nächsten Tagen wohl nicht mehr sein. Die Saison, die traditionell an diesem Sonntag mit den Schulferien ausklingt, geht ruhig zu Ende. Verhageln wird dies die Bilanz des Freibads aus Sicht der Gemeinde allerdings nicht. Dort ist man mit dem Jahr durchaus zufrieden – auch wenn neue Rekordzahlen diesmal ausblieben.
Wellenfreibad Peiting: Schlechtes Wetter während der wichtigen Urlaubszeit
„Wir hatten dieses Jahr ein Auf und Ab mit den Temperaturen“, sagt Manfred Turner, der sich in der Kämmerei um das Freibad kümmert. Von zehn Grad im Mai bis zu 33 Grad sei alles dabei gewesen. Gerade im Juni und Juli habe es beständig schönes Badewetter gegeben, blickt Turner zurück. Weniger gut meinte es das Wetter ausgerechnet während der fürs Geschäft wichtigen Urlaubszeiten. „Leider gab es in den Pfingstferien nur vier Sommertage mit mehr als 25 Grad und in den Sommerferien nur 17“, bedauert der Kämmereimitarbeiter. Beschweren wolle man sich aber nicht. Zwar lag man mit insgesamt 47 Sommertagen deutlich unter dem Rekordjahr 2018, wo 54 heiße Tage gezählt wurden, aber immer noch weit höher als der langjährige Durchschnitt von 32 Sommertagen.
Wellenfreibad Peiting: Interessante Entwicklung bei den Besucherzahlen
Für die Einnahmen relevanter sind ohnehin die Besucherzahlen und hier zeigt sich eine interessante Entwicklung. „Obwohl wir weniger schöne Tage als 2018 hatten, lagen wir mit über 57 000 Besuchern nur wenig unter der Zahl des Vorjahres“, sagt Turner. 2018 hatte man mit über 58 000 Gästen einen neuen Rekord verzeichnet. Zum Vergleich: Der langjährige Durchschnitt, was die Zahl der Badegäste angeht, liegt in Peiting bei rund 51 000.
Wellenfreibad Peiting: Das sind Gründe für die hohen Besucherzahlen
Mit ein Grund für die hohe Zahl an Besuchern dürfte sein, dass die Gemeinde heuer deutlich mehr Dauerkarten verkaufte als im Vorjahr. Bei den Erwachsenen schoss der Absatz um 21 Prozent in die Höhe, bei den Jugendliche um 19 Prozent. Turner hat dafür eine Theorie. „Wir vermuten, dass aufgrund des sehr schönen Sommers 2018 doch so mancher Gast gemerkt hat, dass er mit den Dauerkarten wesentlich günstiger ins Bad kommt.“ Die Dauerkarten für Erwachsene würden sich schließlich schon ab dem 15. Eintritt rentieren, die für Jugendliche sogar schon ab dem 14. Besuch, rechnet der Kämmereimitarbeiter vor.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Gemeindekasse wider. Mit Einnahmen in Höhe von rund 76 000 Euro übertrifft man den Haushaltsansatz von 75 000 Euro. Entsprechend positiv fällt Turners Fazit aus. „Wir haben wieder eine überdurchschnittliche Saison gehabt. Und man kann ja auch nicht jährlich neue Rekorde brechen.“ Als kleines Bad, das nur rund vier Monate im Jahr geöffnet habe, wolle man sich gar nicht mit „Ganzjahresbädern“ messen. Das Ziel sei einfach, für die Sommermonate ein Bad zu familienfreundlichen Preisen anzubieten. „Wir sind deshalb voll und ganz zufrieden und hoffen, dass unsere Gäste das auch sind.“
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