Ausschüttung

Penzberger Bürgerstiftung verteilt 5000 Euro - und legt einen Hunderter drauf

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Vorweihnachtliches Geschenk: Mehrere Penzberger Vereine und Gruppen profitieren heuer von der Bürgerstiftung, hier mit den Stiftungsräten.
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Die Penzberger Bürgerstiftung hat zum vierten Mal Geld für soziale Zwecke ausgeschüttet. Wie jeder Sparer leidet aber auch die Stiftung unter niedrigen Zinsen, was den Ausschüttungsbetrag schrumpfen lässt. Außerdem erhielt sie heuer weniger Sonderzuwendungen. Statt 10 000 Euro schüttete die Stiftung diesmal 5100 Euro aus.

Penzberg – Seit 2012 gibt es in Penzberg die Bürgerstiftung. Ins Leben gerufen wurde sie von der Stadt und der Sparkasse. Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, bürgerschaftliches Engagement finanziell zu unterstützen. Das geschieht über Ausschüttungen. Die letzten beiden Male, 2016 und 2018, waren es jeweils 10 000 Euro. Heuer – die Stiftung wechselte wieder in einen einjährigen Turnus – sind es 5100 Euro.

Bürgerstiftung Penzberg wurde vor sieben Jahren gegründet

Die Stadt hatte die Bürgerstiftung bei der Gründung vor sieben Jahren mit einem Kapital von 100 000 Euro ausgestattet, die Sparkasse steuerte 10 000 Euro bei. Der Grundstock erhöhte sich seither, da auch Zustiftungen und Nachlässe ins Kapital fließen können. Das Stammkapital – es bleibt unangetastet – betrage aktuell circa 116 000 Euro, so Stadtkämmerer Hans Blank. Ausgeschüttet werden Zinserträge und Sonderzuwendungen. Dass es heuer nur die Hälfte der Vorjahre ist, begründete Blank mit zwei Entwicklungen: zum einen die niedrigen Zinsen, zum anderen geringere Sonderzuwendungen von außerhalb, was ihm zufolge daran lag, dass Sponsoren heuer eher Aktionen zum Stadtjubiläum unterstützten.

Bürgerstiftung Penzberg: Ausschüttung im Trauungszimmer

Zur Ausschüttung waren die Empfänger nun ins Trauungszimmer des Rathauses eingeladen. Citygutscheine im Wert von je 50 Euro erhielten die neun Penzberger Schulweghelfer. Über 200 Euro durften sich die Schwimm-Senioren freuen. Sie wollen so die höheren Trimini-Eintrittspreise ausgleichen, sagte Anneliese Weber. Die Senioren, fügte sie an, „werden einen Luftsprung machen“. 500 Euro nahm Claus-Peter Schröder vom Campendonk-Freundeskreis entgegen, der kostenlose Museumsführungen für die Bevölkerung finanzieren will. 200 Euro erhielt der Glück-Auf-Chor, der während des Jahres viele kostenlose Auftritte in Penzberg gibt, zum Beispiel zur Adventszeit in den Seniorenheimen. 500 Euro gingen an den Seniorenbeirat, der eine Ruhebank finanzieren will. 100 Euro bekam die Selbsthilfegruppe „Spaßvögel“. Jeweils 500 Euro gingen an den Tierschutzverein, der das Geld gut für Tierarztkosten brauchen kann, und die zwei Trachtenvereine. Die „Birknstoana“ wollen Hüte für die Mädchen finanzieren, die „Loisachtaler Maxkron“ stecken es in Gaufahrten und Jahrtag. Ein Teil floss zudem anonym: Rund 75 Hilfsbedürftige erhalten ein „Weihnachtsgeld“ von je 20 Euro.

Bürgerstiftung Penzberg: Überraschender Hunderter als Dreingabe

Überraschend kam die Gruppe für Menschen mit Multiple Sklerose und Körperbehinderung („MS Köbe“) zu 100 Euro. Deren Vertreterin Irmgard Hof war ins Rathaus eingeladen worden, obwohl die Gruppe nicht auf der Empfängerliste stand. Bürgermeisterin Elke Zehetner rettete die Situation. Sie ließ die Stiftungsräte Rüdiger Kammel, Johannes Bauer, Ludwig Schmuck, Ute Frohwein-Sendl und Jack Eberl kurzerhand über die Zusatzsumme abstimmen. Alle Hände gingen nach oben.

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