Bevor das Wellenbad in Penzberg abgerissen wird, herrschte noch einmal reger Besuch - auf vier Beinen. Das Wellenbad hatte die Türen zum Hundeschwimmen geöffnet.
Penzberg – Groß war der Andrang im Penzberger Wellenbad, das vor der endgültigen Schließung zum Hundeschwimmen eingeladen hat. Schon vor 10 Uhr warteten die Hundebesitzer auf den Einlass. Das erfrischende Nass sollten sich ihre Hunde nicht entgehen lassen.
Wellenbad Penzberg: Nicht alle Hunde trauten sich ins Wasser
Fröhliches Gebell gab ihnen recht. Am Beckenrand sah es dann schon anders aus. Vergeblich versuchten Arved und Davius, die Dalmatinerhündin Milli ins Wasser zu locken. Spielzeug, Leckerli, schmeichelnde Rufe wurden eingesetzt. Milli setzte vorsichtig die Pfoten auf die Treppenstufen. Doch weiter kam sie nicht. Dabei sei sie sonst sehr schwimmfreudig, seufzte die Mutter der beiden Buben, die sich um die Hündin bemühten. Für eine andere Hundebesitzerin war es ein Versuch, ihren Hund ans Wasser zu gewöhnen. „Wir fahren nach Kroatien in Urlaub und ich dachte, ich versuche es mal hier zuerst“, erzählte die Frau. Bisher habe sie es nicht geschafft, den Hund in einen See zu locken.
Nur wenige Tiere wagten sich denn auch wirklich ins Wasser, um zu schwimmen. Viel interessanter war, was sich am Beckenrand abspielte bei so vielen Artgenossen. Am Ende des letzten Tages im Wellenbad wurden 119 Vierbeiner gezählt.
Text: Anneliese Steibli
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