VonAndreas Beschornerschließen
In 2020 steht wieder das Bierfestival Attenkirchen an. Die Organisatoren wollen dann einem anderen Großereignis die Stirn bieten - und haben eine Strategie gegen Besoffene.
Attenkirchen – Die Vorfreude ist groß, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Vom 19. bis 21. Juni 2020 steigt in Attenkirchen wieder das Bierfestival. Dass der Andrang wegen des Spiels Deutschland gegen Portugal im Rahmen der Fußball-EM am Samstag geringer sein könnte, bereitet dem Leiter des Organisationsteams, Alexander Herzog, keine Sorgen. „Mit Löw können wir schon mithalten“, sagte er im Pressegespräch am Donnerstag.
Das bewährte Programm mit drei Großschänken, dem Brauermarktplatz und drei Bühnen wird bei der sechsten Auflage des Bierfestivals beibehalten. Auch ein spezielles, in der Versuchsbrauerei der TU gebrautes Festivalbier wird es wieder geben, verriet Herzog.
20 Brauereien, 120 verschiedene Biere - und bayerische Blasmusik
Rund 120 verschiedene Biere sollen zum Testen und Verkosten bereitstehen. Dabei fänden sich bis zu 20 Brauereien auf dem Brauermarktplatz ein, kündigte Bernhard Nieder an, der für die Getränkelogistik verantwortlich zeichnet. Insgesamt rund 100 Hektoliter Gerstensaft gingen 2018 über die Theken.
In diesem Jahr biete man verstärkt alkoholfreie Biere an, außerdem auch Franken-Biere. Mit einem vergrößerten Angebot an Fingerfood komme man den Wünschen der Besucher entgegen, die sich ungern in lange Warteschlangen einreihen wollen, zeigte sich Herzog überzeugt.
Bewährt ist außerdem das musikalische Rahmenprogramm, bei dem über 20 Bands Rock, Pop und Blues, aber auch bayerische Blasmusik zum Besten geben, kündigten Willi Abele und Christine Schindele an, die wieder das kulturelle Angebot federführend auf die Beine stellen.
Fürs Bierfestival soll B301 in Attenkirchen gesperrt werden
Damit das Feiern ungestört über die Bühne gehen kann, hoffen die Organisatoren erneut auf die Genehmigung, für die Zeit des Festivals die Bundesstraße B301 sperren zu dürfen. Einen Busshuttle von und nach Freising, Allershausen, Mainburg und Moosburg soll wieder eingerichtet werden.
Dank der Sponsoren ist der Eintritt zu dem Gaudium frei, das immerhin einen „guten sechsstelligen Betrag“ kostet, wie Herzog sagte. All das wäre freilich ohne die Attenkirchener Vereine nicht möglich, die bereits ihre Mitarbeit und ihr Mitwirken zugesichert hätten. Rund 400 Mitarbeiter wollen ehrenamtlich dafür sorgen, dass alles wie am Schnürchen läuft.
Wer besoffen ist, bekommt nur noch alkoholfreies Bier
Dem Feiern steht also nichts mehr im Wege, zumal es beim Attenkirchener Bierfestival noch nie zu alkoholbedingten Ausfällen gekommen sei. „Bei uns hält sich alles in Grenzen“, versicherte Bürgermeister Martin Bormann. Stets sei das Bierfestival ein „superfriedliches Fest“ gewesen, betonte auch Herzog. Das liege zum einen daran, dass nur kleine Gläser verteilt und keine Schnäpse oder Liköre verkauft würden. Und zum anderen würde an sichtbar alkoholisierte Besucher nur noch alkoholfreies Bier ausgegeben.
Lesen Sie auch: In einer Brauerei im Landkreis Freising musste jetzt die Feuerwehr anrücken.
