Fürstenfeldbruck

Planungskosten nach dem Bundeswehr-Verbleib: Besser nach vorne blicken

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Das Blaue Palais im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck.
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Nach dem Verbleib der Bundeswehr im Brucker Fliegerhorst bleibt die Stadt auf Planungskosten sitzen. Ein Kommentar.

Natürlich bergen die Kosten der obsolet gewordenen Fursty-Konversion eine gewisse Sprengkraft. Die Stadt wird mit großer Wahrscheinlichkeit auf einer höheren Summe sitzenbleiben, ohne einen neuen Stadtteil entwickeln zu können (Beitrag rechts). Doppelt bitter aus Sicht Fürstenfeldbrucks wäre es, wenn die Regierung schon ausbezahlte Fördergelder auch noch zurückfordern würde, wobei hier ja Hoffnung für Bruck besteht. Und natürlich hat auch der Bund Verantwortung, wobei klar ist: Am Ende löhnt immer der Steuerzahler, egal welche Ebene was zuschießt.

Andererseits geht die Stadt nicht ohne Erkenntnisgewinn aus dem Konversionsprozess heraus und der Verkehrsentwicklungsplan (egal, wie man dessen Inhalt bewertet) hätte so oder so eine ordentliche Summe verschlungen. Dass die Stadt nach der Verkündung des Fursty-Aus mit Planungen begann, ist ihr außerdem nicht anzulasten. Es war völlig unmöglich, untätig zu bleiben. Dass der Fliegerhorst überhaupt aufgegeben werden sollte, war sicher keine glückliche Entscheidung, die weltpolitische Entwicklung war seinerzeit aber auch nicht absehbar.

Es ist also in gewisser Weise ein von außen verschuldetes Dilemma, mit dem man nun auf irgendeine Weise umgehen muss. Das Wichtigste ist jetzt der Blick in die Zukunft mit hoffentlich guten Beziehungen zur Bundeswehr. Und vielleicht mit Rückenwind durch den Zweckverband Fürstenfeldbruck/Maisach, der trotz des gescheiterten Biodroms immer noch Potential hat und der seinerseits den Bund als Partner wieder brauchen wird. (Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung).

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