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In Höhe Marktredwitz lieferten sich am Mittwoch (28. September) Polizeiangaben zufolge eine Mutter und ihr Sohn ein Autorennen auf der Autobahn. Beide waren betrunken hinterm Steuer.
Marktredwitz – Illegales Autorennen? Schlecht. Auf einer viel befahrenen Autobahn? Ganz schlecht. In betrunkenem Zustand? Langsam fehlen die Worte und ein ungläubiges Kopfschütteln tritt ein ob der Tat, die sich ein 20-Jähriger am Mittwoch (28. September) im oberfränkischen Marktredwitz zuschulden kommen ließ. Und das, obwohl das nur die halbe Geschichte war.
Marktredwitz: 20-Jähriger liefert sich Autorennen mit eigener Mutter – Zeuge verfolgt das Geschehen hautnah
Das Rennen, das großteils auf der Autobahn A93 stattfand, lieferte sich der junge Mann nämlich gegen seine eigene Mutter. Wie die Polizeiinspektion Marktredwitz am Donnerstag (29. September) mitteilte, habe ein Zeuge noch im Ort selbst einen Unfall beobachtet, ehe die beiden Raser in Richtung Regensburg auf die Autobahn aufgefahren seien.
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Dort kam dem Zeugen, der den Wagen folgte, der Verdacht, es könne sich um ein Autorennen handeln, denn die PKW fuhren mit teils 200 km/h, „überholten sich dabei auch mehrmals gegenseitig und vollführten in diesem Zusammenhang waghalsige Fahrmanöver“. Infolgedessen verlor der Zeuge die beiden Wagen aus den Augen.
Wie obiges Video zeigt, nehmen derartige Geschehnisse deutschlandweit zu. Erst im März 2022 verursachten Raser in Nürnberg bei einem solchen Rennen einen schweren Verkehrsunfall, ein weiteres Autorennen im Juli diesen Jahres brachte ebenfalls in Nürnberg einen Menschen ums Leben.
Marktredwitz: Mutter und Sohn fahren Autorennen auf A93 – Polizei kann beide dingfest machen
Kurze Zeit später wurde den Polizisten im Marktredwitzer Fall ein brennendes Fahrzeug im nahegelegenen Weiden gemeldet, das auch trotz der Löscharbeiten, die die Autobahn in Richtung Regensburg für eine Stunde gänzlich lahmlegten, vollständig ausbrannte. Der 20-Jährige wurde an einem Fluchtversuch gehindert und von der Polizei festgenommen, ein Atemalkoholtest wies ihm 1,64 Promille nach. Der betrunkene Fahrer hatte des Weiteren keinen Führerschein, dafür aber geringe Mengen Cannabis dabei. Auch seine Mutter (48) sei betrunken gewesen. Beide dürfte nun ein Bündel von strafrechtlichen Tatvorwürfen erwarten. (askl)
Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa