VonTobias Gmachschließen
Ein Betrunkener war mit dem gestohlenen E-Bike des Tölzer Stadtpfarrers unterwegs - ausgerechnet am Tag von dessen 30-jährigen Priesterjubiläums.
Bad Tölz – „Kommissar Zufall hat wieder zugeschlagen“: So lautet die Überschrift einer Meldung der Tölzer Polizei. Eine Streife staunte am Sonntag um 8.15 Uhr nicht schlecht, als sie einen in Schlangenlinien fahrenden E-Biker beobachtete: Der offensichtlich Betrunkene war – mit plattem Vorderreifen – gerade dabei, am Moraltverteiler auf die Bundesstraße 472 aufzufahren. Die Beamten stoppten den Moldawier: Dabei stellten sie nicht nur einen Promillewert von 2,1 fest, sondern auch, dass der 25-Jährige keinen Wohnsitz in Bad Tölz hat. Die Polizisten erkundigten sich auch nach dem E-Bike im Wert von etwa 3000 Euro. „Er behauptete felsenfest, dass es sich um sein eigenes Fahrrad handeln würde. Dieses habe er preisgünstig am Flohmarkt erworben“, heißt es im Bericht.
Die Aussage des Mannes stellte sich als Lügengeschichte heraus. Denn jetzt kommt das, was die Polizei mit „Kommissar Zufall“ meint: Dank eines Briefs in der Gepäcktasche konnten die Beamten den Besitzer des Rads ausfindig machen. Die Spur führte zu Stadtpfarrer Peter Demmelmair. Das E-Bike war am selben Morgen aus seiner Garage am Kardinal-Wendel-Platz gestohlen und beschädigt worden – am Tag seines 30-jährigen Priesterjubiläums (siehe oben). Der 25-Jährige muss sich wegen Trunkenheit im Verkehr und Diebstahl verantworten.
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