Pop-up-Store am Hochgehweg

Geballte Kreativität im Schaufenster: Einmalige Shopping-Chance mitten im Ort

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Geballte Ladung Kreativität: Jungunternehmer testen noch bis 18. August ihre Produkte im ersten Holzkirchner Pop-up-Store. Unser Bild entstand bei der Eröffnung und zeigt Bürgermeister Olaf von Löwis im Gespräch mit Dorien Meima-Schmid von „startups and more“, die das Projekt für die Gemeinde organisierte.
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Eine pfiffige Laden-Idee hat es jetzt auch nach Holzkirchen geschafft: Am Hochgehweg präsentiert sich ein Pop-up-Store, den zehn kreative Jungunternehmer bespielen - allerdings nur bis 18. August.

Holzkirchen 85 Quadratmeter, sechs prominente Schaufenster in bester Lage: Zehn Künstler, Designer und Jungunternehmer griffen da gerne zu. Noch gut drei Wochen lang, bis 18. August, bespielt die bunt zusammengewürfelte Gruppe einen lange leer stehenden Laden in Holzkirchen an der Münchner Straße 12, direkt am Hochgehweg, nur wenige Meter vom Oskar-von-Miller-Platz entfernt. Es ist der erste Holzkirchner „Pop-up-Store“ – ein Ladengeschäft, das nur eine bestimmte Zeit „aufpoppt“ und dann einem festen Mieter Platz macht.

Eingefädelt wurde das Projekt von der gemeindlichen Standortförderin Eva-Maria Schmitz. „Wir haben eine gute Mischung gefunden“, sagt sie, „hier präsentieren kreative Köpfe außergewöhnliche Produkte.“ Holzkirchen bekomme, wenn auch nur vorübergehend, eine spannende neue Event-Location in bester Lage. 

Als kulinarisches Zugpferd fungiert Lokalmatador Wolfgang Sappl, Gründer von Sappl-Bräu, der im Pop-up-Store ausschenkt (freitags und samstags 16 bis 20 Uhr). Geöffnet ist der Store von Donnerstag bis Samstag, jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Den Besucher erwartet in dem Laden eine geballte Ladung regionaler Kreativität. „Schön wäre, wenn die angehenden Unternehmer viel Feedback bekommen“, sagt Schmitz. Ausgefallene Möbel präsentieren Inge Thiemer-Schäffer aus Otterfing und Sven Horn aus Hohendilching. 

Der gebürtige Holzkirchner Christian Alber versucht, sein „Krautboard“ zu vermarkten, ein Fenster-Regal. Ausgefallenes Naschwerk gefällig? Anita Pollok stellt Protein-Pralinen her.

Pfiffige Geschenkideen haben sich die Holzkirchnerin Kathrin-Nina Vinko und Renate Burghardt ausgedacht. Sie können jetzt testen, ob ihre Produkte auch ankommen – oder herausfinden, wie sich ihre Geschäftsidee am besten vermarkten lässt. Das könnte auch über die App „Spinoki“ funktionieren, eine regionale Plattform, die Markus Adler und Niklas Schönstein entwickelt haben und im Pop-up vorstellen. Modische Akzente setzen Fanny Mader (Dirndl-Accessoires) und Anna Obermüller aus Weyarn (Schuhe und Taschen).

Abgerundet wird der Store von den Werken der beiden Künstlerinnen Kristin Dorfhuber aus Tegernsee und der Holzkirchnerin Sabine Kühner. 

Die Hartpenningerin Susanne Stubner bietet am 27./28. Juli einen Mosaik-Workshop (Glaskunst) an (Anmeldung: susanne.stub ner@t-online.de). Kostenlose Experten-Tipps für Jungunternehmer gibt es morgen bei einem „Gründerfrühstück“ (8 bis 9.30 Uhr).

Die Aussteller kostet das kleine Abenteuer nur 100 Euro, ihre Verkaufserlöse dürfen sie behalten. Finanziert wird das Projekt (Gesamtkosten: 5000 Euro) zur Hälfte von der Gemeinde und von Sponsoren. Thomas Beiner, Inhaber der Ladenfläche, verzichtet auf eine Pacht. Ab September soll es aber wieder einen festen Mieter geben. 

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