Seit 2010 ist der Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit in Geretsried für das Quartiersmanagement verantwortlich. Nun wird das Projekt um zwei Jahre verlängert.
Geretsried – „Veränderungen sind langsam sichtbar. Stein wächst zusammen. Wie ein eigenes Dorf.“ Das hat eine Bürgerin als Feedback über das Quartiersmanagement geschrieben. Seit 2010 erfüllt der Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit (TVJA) diese Aufgabe für Geretsried. „Seitdem hat sich sehr viel entwickelt in den Quartieren“, sagte TVJA-Geschäftsführer Rudi Mühlhans in der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Mühlhans sowie die Quartiersmanager Sandra Mader und Christian Lotz waren zu Gast im Rathaus, weil sie sich um die Weiterführung der Maßnahme beworben haben. Die Verträge für das Quartiersmanagement in Stein, am Neuen Platz und Johannisplatz laufen zum Jahresende aus.
Der Stadtrat musste nicht lange überlegen: Einstimmig beauftragte er den TVJA für weitere zwei Jahre mit Option auf eine erneute Verlängerung um zwei Jahre. Voraussetzung ist die Förderung des Quartiersmanagements durch die Regierung von Oberbayern. Das Quartiersmanagement ist Teil der „Sozialen Stadt“, einem Bund-Länder-Programm der Städtebauförderung.
Mader ist 39 Wochenstunden in Stein im Einsatz. „Es ist in allen Quartieren was los, ganz besonders in Stein durch die Einführung des Quartierstreffs im ehemaligen Getränkemarkt“, berichtete Mühlhans in der Sitzung. Man merke, dass sich in den Stadtteilen etwas verändert.
Für das Quartiersmanagement am Johannisplatz und am Neuen Platz sind insgesamt 20 Wochenstunden vorgesehen. Für diese Stadtteile ist Lotz zuständig. Lidwina Schöffmann, die die Quartiersarbeit ebenfalls unterstützt hat, wird während ihrer Elternzeit von Irina Pfafenrod vertreten. „Sie dürfte vielen bekannt sein, weil sie das Ein-Stein mit aufgebaut hat“, erklärte Mühlhans.
Laut dem Geschäftsführer finden in allen Stadtteilen Begegnungen statt. Auch werden viele Veranstaltungen auf die Beine gestellt: vom Seniorencafé im Quartierstreff Stein über den Weihnachtsmarkt am Neuen Platz bis hin zum Straßenfest am Johannisplatz. Seit diesem Jahr finden regelmäßig Jour-Fix-Treffen mit der Stadt statt. „Ein wichtiges Instrument, um Informationen sehr kurz zu halten“, so Mühlhans. Relativ neu sind auch die Quartiersbeiräte, die in den Stadtteilen gewählt wurden. „Sie treffen sich alle zwei, drei Monate, entscheiden, was passieren soll und beteiligen sich.“
sw
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