VonSascha Karowskischließen
Die Stadt hat über ein Jahr unterschiedliche Trennelemente für Radfahrstreifen getestet. Jetzt steht das Ergebnis fest. Ein Schutzelement fällt durch.
München – Um Radstreifen besser zu schützen, hatte die Stadt an fünf Strecken verschiedene Trennelemente, sogenannte Protected Bike Lanes, getestet. Der Verkehrsversuch ist beendet, vier von fünf Schutzelementen sind laut Verwaltung geeignet, um auch künftig in München verwendet zu werden.
Schutzelemente für Radwege in München: Klebeborden in der Domagkstraße sind nicht geeignet
Einzig die in der östlichen Domagkstraße getesteten Klebeborde werden nicht für den langfristigen Einsatz empfohlen, vor allem wegen ihrer geringen Haltbarkeit sowie der nur mäßigen Sichtbarkeit. Als besonders gut für den mehrjährigen Einsatz geeignet indes stellten sich die Leitborde Plinganserstraße sowie die „WandOrcas“ in der Brienner Straße heraus.
Sicht- und Haltbarkeit wurden bei beiden Elementen sehr gut bewertet. Da beide Modelle nicht einfach überfahren werden können, müssen sie im Anfahrtsbereich von Rettungskräften zum Beispiel mit flexiblen Pollern kombiniert werden. Weitere getestet worden waren Leitschwellen in der westlichen Domagkstraße sowie das Modell „BordsteinOrca“ in der Kapuzinerstraße.
Münchner Mobilitätsreferent will den Baukasten für bessere Radwege mit vier Elementen ergänzen
Der Test wurde durch Mitarbeiter des Bau- und Mobilitätsreferats sowie Vertretern des Radentscheids begleitet und von einer unabhängigen Gutachterin ausgewertet.
„Die vier im Test für gut befundenen Elemente ergänzen den Baukasten für die Verbesserung der Radinfrastruktur“, sagt Mobilitätsreferent Georg Dunkel. „Sie verbessern die Sicherheit für Radfahrende an Stellen, an denen keine baulichen Radwege vorhanden sind und sich Probleme durch Überfahren oder Parken mit Autos ergeben.“
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