1. Ortswerkstatt

Reichersbeurer Dorfentwicklung: Bürger haben das Wort

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Die Gestaltung der Ortsmitte ist eines der bestimmenden Themen.
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Bei der 1. Ortswerkstatt am Freitag in Reichersbeuern sind die Bürger gefragt. Zusammen mit zwei Regionalplanern sollen sie die Weichen für die kommenden zehn Jahre stellen.

Reichersbeuern – Braucht Reichersbeuern einen Dorfladen? Wird ein Hausarzt vor Ort benötigt? Wie sieht es mit Wohnraum aus? Und überhaupt: In welche Richtung soll sich die Gemeinde in den kommenden zehn Jahren entwickeln? Diese und viele weitere zukunftsträchtige Fragen bestimmen am kommenden Freitag die erste sogenannte Ortswerkstatt in der Aula der Grundschule. Neben zwei Regionalplanern haben vor allem die Bürger das Wort.

Bürgermeister Ernst Dieckmann spricht von einer „Mitmach-Veranstaltung“. Das heißt: Die Bürger sowie Vertreter von Vereinen und Organisationen sollen zusammen mit den Planern und Gemeinderatsmitgliedern damit beginnen, eine Art Handbuch ausarbeiten, wo die Kommune hin will und was sie dafür tun muss. „Die Bürger können aktiv daran mitwirken, ihren Ort zu gestalten“, wirbt Dieckmann. Die Ortswerkstatt bildet dem Rathauschef zufolge den Auftakt für einen längeren Prozess, an dessen Ende ein fertiges Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) stehen soll. „Ich hoffe, dass die ersten Maßnahmen daraus 2021 umgesetzt werden können“, so Dieckmann.

1. Reichersbeurer Ortswerkstatt: Die Schwerpunktthemen in Gruppen herausarbeiten

Bereits im vergangen Herbst hatte die beauftragte Planungsgemeinschaft „Raab + Kurz“ mit einer Bestandsaufnahme der Ausgangssituation begonnen. Die Erkenntnisse stellen Pauline Kurz-Müller und Andreas Raab am Freitag vor. „Ich will aber noch nichts vorwegnehmen“, entschuldigt sich Raab auf Nachfrage. Wichtig ist dem Stadt- und Regionalplaner aus München, dass es nach der Vorstellung der Fakten relativ schnell konkret wird: In kleinen Gruppen sollen die Bürger die Schwerpunktthemen herausarbeiten, die ihnen wichtig sind. Und Punkte, wo sie Verbesserungsbedarf sehen.

Ein zentrales Thema wird aus Sicht des Bürgermeisters die Gestaltung der Ortsmitte sein, also vor allem der Bereich rund um den „Altwirt“. Die Verkehrsführung dürfte Bürger und Planer ebenfalls beschäftigen. Aber auch die Frage nach Versorgungsangeboten und der sozialen Vernetzung von Treffpunkten sind Dieckmann zufolge Themen, über die man sich Gedanken machen sollte.

Läuft alles nach Plan, sollen noch am Freitagabend Projektgruppen gebildet werden, in denen in den kommenden Wochen und Monaten weiter an den Schwerpunktthemen gearbeitet wird. „Mal sehen“, sagt Andreas Raab, „wie weit wir kommen.“

Beginn & Ende

Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Aula der Grundschule. Das Ende ist gegen 21 Uhr geplant.

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