- VonWerner Stacheschließen
Maxlrain war am Sonntag (5. Mai) wieder für einige Stunden Schauplatz des klassischen Automobils. 50 liebevoll gepflegte Schätze aus den vergangenen Jahrzehnten starteten bei der diesjährigen Mangfall Classic.
Tuntenhausen – Sie gilt als die „kleine Schwester“ der, in diesem Jahr leider abgesagten „ADAC Bavaria Historic Rallye“ und ist eine Oldtimer-Ausfahrt für klassische und historische Fahrzeuge ab Baujahr 1994 und älter.
Herrliche Landschaft und bestes Wetter
Ausrichter ist der heimische AMC Bad Aibling mit Emil Mathe an der Spitze. Bei der obligaten Fahrer-Besprechung erinnerte der AMC-Vorstand, dass viel Zeit zur Verfügung stehe und man auf die vielen Radler aufpassen solle. „Genießt die Strecke“, meinte er und schlug vor, in der wunderschönen Altstadt von Wasserburg doch eine kleine Cappuccino-Pause einzulegen. Ulli Nowak (AMC) freute sich über das schöne Wetter: „Heute haben wir ideales Wetter für eine Rallye“. Aber die „Mangfall“ ist eine flotte Schwester, übrigens 22 Jahre alt bereits, wenn man sich die Starterliste anschaut. Gleich drei Teams gingen mit Vorkriegsfahrzeugen an den Start.
Darunter unter anderem Hans Eisenbichler und Curt-Rudolf Christof mit ihrem Amilcar C6 Supersport aus dem Jahr 1925 sowie Stephan und Ludwig Schätz aus Kolbermoor mit dem Singer Le Mans (Baujahr 1934). Sie zogen natürlich die meisten Blicke auf sich, als sich das Publikum bereits vor dem Start auf dem Parkplatz des Bräustüberls die glänzenden Boliden vergangener Jahre aus nächster Nähe anschauen konnte. Und dabei im Plausch mit den Fahrern beziehungsweise Besitzern so manches interessante Detail erfuhren.
So beispielsweise von Ulrich Lallinger aus München mit seinem Jaguar MK2: „Ich bin immer noch in ihn verliebt“, sagte er stolz und bedauerte ein wenig, dass heutzutage alle Autos fast gleich aussehen. Sein Oldtimer jedoch durfte sogar schon als Hochzeitsauto Verwendung finden. Auch Bad Aiblings Kurdirektor Thomas Jahn war mit seinem knallgelben Austin Healey Mark IV am Start.
Dabei fuhren die Teilnehmer alle in einer Wertung. Die gesamte Strecke hatte eine Länge von rund 120 Kilometern und führte nach dem Start um exakt 11.01 Uhr an der Brauerei Maxlrain über Schechen, Rott am Inn, Wasserburg, Albaching, Grafing, Glonn, Beyharting zur Zielankunft im Sportpark Mietraching.
120 Kilometer mit viel Automobilkunde
Auf der Strecke gab es Durchgangskontrollen und Streckenposten, die mit Aufgaben oder Fragen aufwarteten. Wie jedes Jahr war der Start eine Lehrstunde der Automobilgeschichte. Helmut Helmberger führte mit Fachwissen und noch mehr Detailwissen durchs Programm. Und dann ging es hinaus in die wunderschöne Landschaft des Voralpenlandes, bevor die Oldtimer gegen 16 Uhr wieder im Sportpark Bad Aibling eintrafen.



