Kartoffelanbau ist im südlichen Landkreis eher unüblich. Auf dem Acker von Martin Sappl im Tölzer Ratzenwinkel aber wächst und gedeiht das Knollengewächs.
Bad Tölz – Kartoffelanbau ist im südlichen Landkreis eher unüblich. Auf dem Acker von Martin Sappl im Tölzer Ratzenwinkel aber wächst und gedeiht das Knollengewächs. Der Bauer erntet es aktuell schon zum zehnten Mal in diesem Jahr.
Sein „Kartoffel-Projekt“ hatte der Zwickerbauer im vergangenen Jahr gestartet und in diesem Sommer ausgeweitet. Zwei Tagwerk groß ist die bewirtschaftete Fläche, das sind knapp 7000 Quadratmeter. „Bei der Ernte hilft, wer gerade da ist, Familie oder Freunde“, sagt Sappl. „Vergangenes Jahr haben wir die Kartoffeln noch mit der Hand geerntet.“ Das sei aber viel zu mühsam gewesen. Deswegen hat sich der Zwickerbauer einen gebrauchten Roder zugelegt.
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Ungefähr zehn Tonnen haben Sappl und seine Mitstreiter bereits geerntet. Zehn verschiedene Sorten, von der rosafarbenen „American Rose“ bis zur lila-blauen „St. Galler“ baut der Zwickerhof an. Da die Sorten sind nicht gleichzeitig reifen, wird zu unterschiedlichen Zeiten geerntet.
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Der Boden im Ratzenwinkel ist überraschenderweise besonders gut für Kartoffeln geeignet. „Die Isar hat hier einen sandigen Boden angeschwemmt. Oben drauf gute Humuserde“, so Sappl.
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Was Kartoffeln anbelangt, hat der Zwickerhof in der Region kaum Konkurrenz. „Da haben wir keinen Druck, das ist angenehm.“ Die Bio-Kartoffeln können vor Ort, beim Früchtehaus Holzner in Lenggries und beim „Ois ohne“ in Bad Tölz gekauft werden.
Anton Böhm