Zugverkehr lahmgelegt, überflutete Straßen: Unwetter sorgen für Chaos in Süd-Bayern
VonTanja Kipke
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Am Donnerstag hat es in Teilen Bayerns gekracht. Der Deutsche Wetterdienst warnte zeitweise vor schwerem Gewitter und Orkanböen.
Update vom 21. Juni, 7.38 Uhr: Die Gewitter am Donnerstagabend fegten über den Süden Bayerns hinweg uns sorgten zum Teil für überflutete Straßen sowie umgestürzte Bäume. Wie so oft traf es einige Orte mit einer besonderen Härte. Diesmal Orte in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und das Berchtesgadener Land. Vor allem Orkanböen sorgten hier für Chaos, in Übersee stürzten mehrere Bäume um, die Bahnstrecke Salzburg – Rosenheim wurde dadurch lahmgelegt. Der Starkregen ließ zudem einige Straßen überschwemmen.
Für den Freitag hat der DWD erneut eine Unwettervorabinformation (ab 11 Uhr) herausgegeben. Diesmal jedoch für den Nordosten Bayerns, betroffen ist daher vor allem Oberfranken. In Mittel- und Südbayern gilt ab 11 Uhr eine Warnung vor Windböen, am Alpenrand ab 18 Uhr sogar vor Sturmböen.
Unwetter wüten in Bayern: Bilder zeigen Ausmaß der Gewitter-Wucht
Unwetter sorgen für Chaos: Zugverkehr zwischen Salzburg und Rosenheim lahmgelegt
Update vom 20. Juni, 21.22 Uhr: Das Unwetter am Donnerstag in Bayern hatte Folgen: Der Sturm hat im Chiemgau mehrere Bäume zum Sturz gebracht, einzelne Straßen blockiert und den Zugverkehr zwischen Salzburg und Rosenheim lahmgelegt. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd mitteilte, fiel ein Baum bei Übersee auf ein geparktes Auto, in dem zwei Menschen saßen. Die Feuerwehr habe die beiden befreit, sie seien unverletzt geblieben, sagte ein Polizeisprecher der dpa. Auf der Autobahn A8 im Bereich Siegsdorf seien Gegenstände auf die Fahrbahn geweht worden.
Die Deutsche Bahn berichtet von einer Störung zwischen München und Salzburg wegen des Sturms. In den DB-Verkehrsmeldungen heißt es: „Derzeit ist kein Zugverkehr zwischen Rosenheim und Salzburg Hbf möglich. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Störungsbehebung.“
Update vom 20. Juni, 20.01 Uhr: Kaum sind die Gewitter in Bayern vorbei, kündigt sich bereits das nächste Unwetter an. Der DWD hat für den Südosten Bayerns eine „Vorabinformation Unwetter“ veröffentlicht. Schwere Gewitter sollen am Freitag zwischen 11 und 21 Uhr im Freistaat eintreffen. Es müsse „mit Hagel mit Korngrößen zwischen 3 und 5 cm und schweren Sturm- bis Orkanböen“ gerechnet werden. Mitunter könne es auch zu heftigem Starkregen und lokal sogar zu einzelnen, kurzlebigen Tornados kommen.
Update vom 20. Juni, 18.32 Uhr: Der DWD hat sämtliche Unwetterwarnungen sowie die Vorabinformation vor schwerem Gewitter in Bayern aufgehoben. In den Alpen sowie im Voralpenland gilt jedoch oberhalb von 1500 Metern eine amtliche Warnung vor Sturmböen. Diese sollen nach aktuellem Stand bis 20 Uhr andauern.
Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit Orkanböen in Oberbayern
Update vom 20. Juni, 18.11 Uhr: Die amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit Orkanböen, heftigem Starkregen und Hagel gilt derzeit nur noch für die Kreise Berchtesgadener Land und Traunstein. Der DWD warnt hier noch bis 18.30 Uhr.
Weiterhin gilt bis 22 Uhr in weiten Teilen Schwabens und Oberbayerns sowie im Süden Niederbayerns eine Vorabinformation Unwetter vor schwerem Gewitter.
Update vom 20. Juni, 16.40 Uhr: Nun ist es amtlich: Der Deutsche Wetterdienst hat für Teile in Südbayern Unwetterwarnungen vor schweren Gewittern mit Orkanböen, heftigem Starkregen und Hagel herausgegeben. Betroffen sind die Landkreise Miesbach, Rosenheim, Traunstein und das Berchtesgadener Land. Die amtliche Warnung gilt laut den Experten vorerst bis 18.30 Uhr.
Update vom 20. Juni, 16.15 Uhr: Die ersten Gewitter treten in Bayern auf. Der Deutsche Wetterdienst warnt in mehreren südlichen Landkreisen, darunter Rosenheim, Bad Tölz, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Traunstein vor „starkem Gewitter“. Die Warnung gilt von 16.15 Uhr bis 18.30 Uhr. „Von Westen ziehen örtlich Gewitter auf. Dabei gibt es Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 85 km/h sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 25 l/m² pro Stunde und Hagel“, schreibt der DWD.
DWD: Sturmwarnung für Südbayern herausgegeben
Update vom 20. Juni, 15 Uhr: Es gibt nun die ersten konkreten Warnungen für Bayern: Neben der weiter bestehenden „Vorabinformation Unwetter“ für weite Teile Oberbayerns und Schwabens warnt der Deutsche Wetterdienst derzeit vor „Sturmböen“, die im Alpenraum ab 18 Uhr auftreten sollen. Die Meteorologen schreiben: „Es treten oberhalb 1500 m Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 70 km/h auf. In exponierten Lagen muss mit schweren Sturmböen bis 100 km/h gerechnet werden.“
Update vom 20. Juni, 9.44 Uhr: Der DWD hat seine Warnkarte zur Wetterlage angepasst und eine Vorabinformation Unwetter herausgegeben. Von 15 bis 22 Uhr gilt im Süden Bayerns Unwettergefahr. Betroffen ist Schwaben, Oberbayern samt München, sowie Teile Niederbayerns.
DWD warnt vor Gewittern: Lokal „hohes Unwetter- und Schadenspotenzial“
„Heute Nachmittag und am Abend vereinzelt schwere Gewitter mit großem Hagel um 5 cm, schweren Sturmböen oder orkanartigen Böen zwischen 90 und 120 km/h (Bft 10 bis 11) sowie heftigem Starkregen bis 40 l/m² in kurzer Zeit“, schreibt der DWD. Er weist darauf hin, dass derzeit noch Unsicherheiten bezüglich der Gewitterauslöse bestehen. Die Gewitter werden lokal eng begrenzt auftreten. Dort müsse dann aber mit „hohem Unwetter- und Schadenspotenzial“ gerechnet werden.
Erstmeldung vom 20. Juni, 8.20 Uhr: München – Zum zweiten Deutschland-Spiel bei der EM spielte der Wettergott mit. Wolkenloser Himmel in vielen Teilen Bayerns, Temperaturen bis zu 30 Grad. Bei einigen Public-Viewing-Veranstaltungen machte die Hitze den Besuchern sogar zu schaffen, wie in der Fan-Zone im Olympiapark in München. Auch am Donnerstag wird es nochmal warm. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht von Temperaturen zwischen 23 und 30 Grad.
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Wetter in Bayern: DWD sagt „erhöte Unwettergefahr“ voraus
Bereits am Mittwoch (19. Juni) sprach Meteorologe Dominik Jung von wetter.net von einer „mächtigen Saharastaubwolke“, die von Süden nach Deutschland zieht. Donnerstagabend soll sie Bayern mit voller Wucht erreichen, auch über den Freitag hinweg wird der Himmel wohl getrübt bleiben. Auch der DWD spricht am Donnerstag von einem „durch Saharastaub getrübtem Himmel“.
Eine „erhöhte Unwettergefahr“ zeichnet sich für den Donnerstagnachmittag und Abend ab. Vor allem die Region um Alpennähe sei laut DWD betroffen – heftiger Starkregen, größerer Hagel (3-4 cm) und Sturm- und Orkanböen drohen. In der Prognose heißt es: „Größtes Unwetterpotenzial jedoch am Abend in Alpennähe, dort geringe Wahrscheinlichkeit für kräftige Gewitterzellen.“
Unwetter treffen Oberbayern: Blutregen durch Saharastaub möglich
Durch den Regen kann es in einigen Orten auch zu Blutregen kommen. Als Blutregen wird die rötliche Färbung von Regen bezeichnet, welche hauptsächlich durch Wüstensand- oder Staub verursacht wird. Die Partikel werden damit wieder aus der Luft gewaschen und hinterlassen an Fenstern und auf Autos oft eine ordentliche Sauerei.
Sturm, Schnee, Sonne: Die spektakulärsten Bilder aus den vier Jahreszeiten in Bayern
„Spätestens am Samstag ist dann wieder Waschtag angesagt“, scherzt Jung in seinem Wettervideo. Bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter sagt der Wetter-Experte für den Süden Bayerns in den nächsten Tagen voraus. Dadurch werde der Saharastaub rasch wieder ausgewaschen.