Jahresversammlung

Schnabler-Rennen in Gaißach: Verein setzt auf sechs mögliche Termine 2019

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Flotte Fahrten und weite Sprünge zeigten die Gaißacher beim Schnablerrennen zur 1200-Jahr-Feier der Gemeinde im Januar 2017.

Heuer hatte es mangels Schnee nicht geklappt mit dem Schnabler-Rennen am Gaißacher Gerstlandhang. Für 2019 sind die Veranstalter aber zuversichtlich. Der Fasching ist schließlich besonders lang.

Gaißach Werden die kühnen Gaißacher Schnablerpiloten im kommenden Fasching am Gerstland wieder für Furore sorgen? Noch herrscht Gelassenheit bei den Akteuren des Schnabler- und Schlittenvereins, die sich jetzt zur Jahresversammlung im Gasthof zur Mühle trafen. Im heurigen kurzen Fasching mit nur vier möglichen Rennterminen hatte es nicht geklappt mit der weißen Unterlage.

Vielleicht läuft es ja 2019 besser. Immerhin stehen da sechs Termine zur Wahl, wie Vorsitzender Georg Fischhaber feststellte. Erste Gelegenheit wäre am 13. Januar. Wenn es da nichts wird, dann hoffe man eben von einem Sonntag auf den nächsten. Obwohl der Fasching sich bis in den März erstreckt, habe man sich als letztmöglichen Renntermin auf den 17. Februar geeinigt.

„Denn am 24. Februar ist Faschingszug in Arzbach – da wollen wir keine Konkurrenzveranstaltung aufziehen“, erklärte Fischhaber. „Und am Faschingssonntag, der früher immer generell ausgeklammert worden ist, wollen wir eigentlich nur dann fahren, wenn zuvor schon ein paar Jahre kein Rennen mehr zustande gekommen ist.“

Hofft auf Schnee im Fasching: Gaißachs Schnabler-Chef Georg Fischhaber.

Nachdem aber 2017 zur Gaißacher 1200-Jahr-Feier ein großartiges Rennats durchgeführt worden ist, wolle man den Faschingssonntag diesmal außen vor lassen. „Wenn Schnee kommt, dann brauchen wir jedenfalls viele Helfer, um innerhalb weniger Tage die Vorbereitungen zu stemmen“, appellierte Fischhaber an die Vereinsmitglieder. Außerdem müssten die Kufengefährte rechtzeitig hervorgeholt und in tauglichen Zustand gebracht werden.

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Für zusätzliche Bürokratie und wenig Begeisterung sorgt auch beim Schnablerverein die neue Datenschutzgrundverordnung. „Wir wollen die Vorgaben mit möglichst geringem Aufwand und für alle verständlich durchziehen“, betonte Schriftführer Peter Margreiter. Man werde die Anmelde-scheine mit den entsprechenden Hinweisen ergänzen, sodass die Unterschrift darauf gleichzeitig die Nennung der Namen auf der Start- und Ergebnisliste erlaube. Bei minderjährigen Startern müssten die Eltern vorab die erforderlichen Formulare absegnen.

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Beim Rückblick auf die abgelaufenen zwölf Monate kam natürlich auch die ins Wasser gefallene 90-Jahr-Feier des Schnablerrennens zur Sprache. 1928 hatte diese „Faschingsgaudi“ zum ersten Mal stattgefunden – der Verein wollte das Jubiläum nun im Sommer feiern. Und zwar gemeinsam mit dem örtlichen Fremdenverkehrsverein, der seinerseits auf 50-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Der geplante Feldgottesdienst wurde umständehalber in die Pfarrkirche verlegt, das Gartenfest in einen Frühschoppen beim „Zachschuster“ umgewandelt. Das ebenfalls zum Programm gehörende Tretbulldogrennen für den Nachwuchs wurde aufgrund des großen Interesses – es gab 78 Anmeldungen – zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. „Es hat allen Kindern einen riesigen Spaß gemacht“, berichtete Vize-Vorsitzender Martin Rest. „Und es stellte sich auch die Frage, so etwas irgendwann mal wieder zu organisieren.“

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Die Schnablerfahrer rief Rest auf, beim Garmischer Hornschlittenrennen wieder in größerer Anzahl Gaißacher Flagge zu zeigen. 

Rosi Bauer

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