VonJörg von Rohlandschließen
Durch Feuerwehrsirenen sind in der Nacht auf Donnerstag zahlreiche Anwohner in der Schongauer Altstadt aus ihren Betten gerissen worden. Die Brandschützer konnten im letzten Moment eine lebensbedrohliche Gefahr bannen.
Schongau – Der gesamte Löschzug der Schongauer Feuerwehr mit fünf Fahrzeugen und 30 Männern und Frauen setzte sich gegen 0.30 Uhr in Bewegung, nachdem in der Dominikus-Zimmermann-Straße ein Zimmerbrand gemeldet worden war. Rauch war durch ein gekipptes Terrassenfenster gedrungen, die Nachbarn hatten Alarm geschlagen.
Vor Ort stellte sich die Lage für die Brandschützer zunächst unübersichtlich dar. „Wir haben als erstes die Leute aus dem verwinkelten Haus herausgeholt“, berichtet Kommandant Werner Berchtold. Rund zehn Bewohner aus drei Wohnungen mussten im Freien ausharren, bis der Einsatz beendet war.
In der Erdgeschoss-Wohnung, aus der der Rauch drang, öffnete zunächst niemand. Die Feuerwehrmänner klopften wie wild gegen die Tür, bis ihnen endlich ein verschlafener Mann öffnete. Sofort durchsuchten die Brandschützer die Wohnung, Kommandant Berchtold entdeckte schließlich die Ursache des Rauchs: Eine Pfanne auf dem eingeschalteten Herd, in der das Fett drei Zentimeter hoch stand.“ Der Mann hatte sie auf den Herd gestellt und war dann im Wohnzimmer eingeschlafen.
Kommandant bringt die Pfanne ins Freie
Berchtold brachte die Pfanne gerade noch rechtzeitig ins Freie. „Sonst wäre es tatsächlich zu einem Zimmerbrand gekommen“, ist sich der Kommandant sicher.
So kam glücklicherweise niemand zu Schaden, die Bewohner durften in ihre Wohnungen zurückkehren, nachdem die Feuerwehr kräftig durchgelüftet hatte. Auffällig war nach Angaben des Kommandanten, dass keine Rauchmelder ausgelöst wurden. „Wir haben auch keine gesehen“, wundert sich Berchtold.
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