VonChristoph Petersschließen
Schockmoment bei der Schongauer Musiknacht: Weil sie beobachteten, wie ein junger Mann mitten am Marienplatz mit einer Waffe hantierte, alarmierten Zeugen am Samstagabend die Polizei.
Der Anruf um 21.15 Uhr löste bei der Schongauer Polizei höchste Alarmstufe aus. „Aufgrund der Zeugenaussage bestand der dringende Verdacht, dass es sich um eine scharfe Schusswaffe handeln könnte“, sagt Polizeichef Herbert Kieweg. Rasch wurden mehrere Streifen in die Schongauer Altstadt geschickt.
Der Verdächtige war zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits nicht mehr vor Ort. „Die Beamten haben aber ziemlich schnell ermitteln können, um wen es sich bei der gesuchten Person handelt“, so Kieweg.
Schon wenig später konnte der 20-jährige Schongauer vor seiner Wohnung festgenommen werden. Er wurde zur Befragung aufs Polizeirevier gebracht. Eine Waffe fanden die Beamten bei ihm nicht, wohl aber bei der folgenden Durchsuchung seiner Wohnung. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um eine Gaspistole handelte. Gegen den 20-Jährigen wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.
Auch wenn sich der Verdacht einer Schusswaffe nicht bestätigte, gefährlich sei die Aktion dennoch gewesen, sagte der Polizeichef. „Die Gaspistole ist optisch von einer echten Schusswaffe nicht zu unterscheiden, erst recht nicht im Dunklen. Wenn er damit einen Polizisten bedroht, kann die Situation böse enden.“
Am Marienplatz hat die Aktion des 20-Jährigen laut Kieweg glücklicherweise keine große Panik unter den Musiknacht-Besuchern ausgelöst. Die Zeugen hätten in diesem Fall das einzig richtige getan, betont der Polizeichef. „Es war wichtig, dass sie angerufen haben.“
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