„Sound in the City“ ein voller Erfolg

Urlaubs-Feeling, Heavy Metal, Bongo-Power

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Sind die Schongauer bereits „mediterranisiert“, wie ein Besucher meinte? Tatsache ist: Richtig in Fahrt kam die Musiknacht „Sound in the City“ erst ab 23 Uhr. Dann waren aber alle zwölf Lokalitäten brechend voll. Es wurde ausgelassen getanzt und gefeiert. Ein voller Erfolg.

Schongau „Der Vorverkauf war mit 700 Karten gar nicht mal so schlecht“, meinte Veranstalter Hermann Gleich, der an der „Bierschänke“ am Marienplatz die Stellung hielt. „Das wird schon noch. Die Leute gehen später fort“, war auch seine Meinung. Und er sollte recht behalten. Immerhin 1300 Musikbegeisterte haben auch in diesem Jahr bei der Schongauer Musiknacht „Sound in the City“ gefeiert – auch wenn der Anfang ein wenig schleppend verlaufen war.

„Geh, du bleibst heut Nacht bei mir“, tönte Keyboarder Heinz Kirstein im „Opatija Grill“ im Gasthof Lindauer. Ein Motto, das anfangs wohl für alle Bands der Musiknacht stehen konnte. Da hätten sich wohl alle ein paar Zuhörer mehr gewünscht.

Kirstein hatte zur Verstärkung Rockröhre Olli Osterried aus Füssen mitgebracht. Unter dem Titel „OLA-La“ präsentierten sie Schlager und Rock aus alten Zeiten.

Gegenüber im Restaurant „Olympia“ kam mit der griechischen Band „Genima“ Urlaubs-Feeling auf und irgendwann tanzten alle Sirtaki. Begeistert abgetanzt wurde auch in den Weinstuben, wo Rudi Spitzeder und Elmar Zaremba alias „Takeoff“ den Besuchern mit Popklassikern aus 50 Jahren einheizten.

Auch die Band „Fretless“ im Café Müller brachte mit südamerikanisch-afrikanischen Rhythmen die Stimmung zum Kochen. „Bewegung, Bewegung, Bewegung!“, feuerte Sänger Julio Sanchez aus Havanna die Gäste an und die ließen sich nicht lange bitten.

Hüftenschwingen war auch im „Huterer“ mit Lusia und Thomas von „Wellenstürmer“ angesagt. Tänzerisch mehr Zurückhaltung wurde in der blauen Traube geübt, obwohl die Bude irgendwann voll war. „Die Musik ist klasse!“, meinte eine Besucherin zu dem Trio „Clapton Experience“, dass die Hits ihres Idols Eric Clapton rauf- und runterspielte.

Eher weniger getanzt wurde auch bei Ro Clausman im Ballenhaussaal, der mit seiner 6-Köpfigen Band Bluesrock vom Feinsten bot. Trotzdem saßen die Besucher wie bei einer Tanzveranstaltung aus früheren Zeiten säuberlich aufgereiht und anscheinend ohne Eintrag auf der Tanzkarte auf den Tischen an der Wand.

Wesentlich lebhafter ging es einen Stock tiefer zu, wo „Iron Moon“ die etwas härteren Töne von Bluesrock bis Heavy Metal auspackte und von Beginn an ein volles Haus hatte. Vor dem Ballenhaus hatten es sich trotz guter Musik drinnen Annika Graves und Melina Lebherz mit einer Flasche Wein gemütlich gemacht. „Wir haben uns so gut unterhalten aber jetzt müssen wir rein, der Wein ist leer“, lachte Annika Graves. Aber die laue Sommernacht war eigentlich ideal, um sich auch im Freien aufzuhalten.

Im Löwenhof und der „schlabber“-Eventbar legten die DJs „MXFRSCH“ und „Vander Flaad“ heiße Scheiben auf und sorgten dafür, dass angesichts der zahlreichen Besucher in den überfüllten Lokalen „Ölsardinen-Feeling“ aufkam. Ein musikalisches Kontrastprogramm, dass aber gut ins Lokal passte, gab es mit „Krainerlive“ im Wirtshaus „Fischerstubn“. Hier war Schunkeln und Mitklatschen angesagt.

Im Bistro Valentin wurde mit der Partyband „replay-next generation“ gefeiert bis in die Puppen. Bis 2.30 Uhr morgens konnten Nachtschwärmer sich hier amüsieren. Kein Problem, aufgrund der Zeitumstellung konnte man ja auch eine Stunde länger ausschlafen.

Ursula Fröhlich

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