Info-Stand der Polizei Tölz

Schutz vor Einbrechern: Mechanik wichtiger als Alarmanlage

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Wie schützt man sich vor Einbrechern? Darüber klärten in Bad Tölz Tanja Zehetmair und Simon Bräutigam an einen Infostand der Polizei auf.

Die Tage werden kürzer – gut für alle, die ihren Geschäften am liebsten im Dunklen nachgeben. „Einbrecher haben da leichteres Spiel“, sagt Kriminaloberkommissar Simon Bräutigam.

Bad Tölz – „Es dämmert früher und wird später hell, dadurch haben sie ein größeres Zeitfenster“, sagt Kriminaloberkommissar Simon Bräutigam. Wie sich vorbeugen lässt, erläuterte der Kriminalpolizeiliche Fachberater kürzlich an einem Infostand vor dem Tölzer „Kaufland“.

Bräutigam und Kriminalhauptkommissarin Tanja Zehetmair stellten einige Maßnahmen vor, um Haus oder Wohnung zu sichern. Die Methoden haben sich offenbar bewährt. Immerhin ist seit 2015 ein deutliches Sinken der Einbruchszahlen im Landkreis zu verzeichnen. Parallel steigt die Anzahl der verhinderten Einbrüche. Bräutigam führt das zum einen auf die Präventionsarbeit der Polizei zurück, zum anderen auch auf die erhöhte Aufmerksamkeit der Bürger. 2014 gab es statistisch gesehen einen Höhepunkt der Einbrüche in Bad Tölz und Umgebung.

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Allgemein rät Bräutigam dazu, sich auf die mechanische Sicherung von Fenstern zu konzentrieren. Denn das Aufbrechen von Fenstern sei das gängigste Verfahren, um illegal in privaten Wohnraum einzusteigen. „Wenn die Fester nicht mehr aufhebelbar sind, kann man – wenn nötig – über weitere Maßnahmen nachdenken“, sagte der Experte.

Dazu könne zum Beispiel die Installation von Alarmanlagen oder Videoüberwachungssystemen zählen. Doch Bräutigam plädiert für das Motto „Mechanik first“ – also: „Mechanik an erster Stelle“.

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Er weist zusätzlich darauf hin: Wer mehr zum Thema Einbruchsprävention wissen will, könne sich jederzeit an die zuständige Polizeistelle wenden und dort einen Termin vereinbaren, bei dem Polizeibeamte über individuellen Einbruchsschutz in den eigenen vier Wänden aufklären.  (feb)

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