Nahe Kirchlwandtunnel

„Schwerste Verletzungen“: Motorrad-Unfall am Walchensee mit schlimmen Folgen – Bundesstraße gesperrt

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Rettungshubschrauber im Einsatz (Symbolbild)
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Nach einem schweren Sturz am Walchensee musste ein 20-jähriger Motorradfahrer am Montag mit dem Hubschrauber in die Klinik geflogen werden.

Walchensee – Sehr schwere Verletzungen trug ein 20-jähriger Motorradfahrer am Montag (4. März) bei einem Unfall am Walchensee davon.

Motorradfahrer bei Sturz am Walchensee schwer verletzt

Nach Angaben der Kochler Polizei war der Münchner gegen 13.30 Uhr auf der B11 von Urfeld kommend in Richtung der Ortschaft Walchensee unterwegs. Kurz nach dem Kirchlwandtunnel kam er aus ungeklärter Ursache mit seiner Honda an den rechten Fahrbahnrand und prallte dort gegen den Bordstein. Dadurch stürzte er und kam auf der Fahrbahn zum Liegen.

Ein Rettungshubschrauber brachte den 20 Jahren „mit schwersten Verletzungen“, wie die Polizei schreibt, in die Unfallklinik nach Murnau. Andere Fahrzeuge waren an dem Unfall nicht beteiligt.

Bundesstraße 11 am Walchensee nach Unfall gesperrt

Die Bundesstraße war zur Unfallaufnahme und zur Bergung des Motorradfahrers zuerst für längere Zeit vollständig und anschließend halbseitig gesperrt.

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Vor Ort im Einsatz war die Feuerwehr Walchensee mit vier Einsatzkräften samt einem Fahrzeug zur Verkehrssicherung und Bergung des Motorrades im Einsatz, ebenso wie zwei „First Responder“ der Wasserwacht Walchensee zur Erstversorgung des Verletzten. (ast)

Fotostrecke: Erste-Hilfe-Maßnahmen nach einem Unfall – Die To-Dos für Ersthelfer

Bei schweren Verkehrsunfällen kann das schnelle und richtige Handeln anderer Verkehrsteilnehmer oder Passanten als Ersthelfer über Leben und Tod entscheiden. Auf den nächsten Bildern zeigen wir Ihnen die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen und wie sie zu leisten sind.
Bei schweren Verkehrsunfällen kann das schnelle und richtige Handeln anderer Verkehrsteilnehmer oder Passanten als Ersthelfer über Leben und Tod entscheiden. Auf den nächsten Bildern zeigen wir Ihnen die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen und wie sie zu leisten sind. © Die Videomanufaktur / IMAGO
Rechtliches vorweg: Denn es ist nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Pflicht, Menschen in Not zu helfen. Das steht so festgeschrieben im § 323c des Strafgesetzbuches (StGB). Wer dem nicht nachkommt, obwohl die Erste-Hilfe-Maßnahmen zumutbar und notwendig sind, muss mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe rechnen. Übrigens: Keinen Erste-Hilfe-Kurs absolviert zu haben ist keine gültige Entschuldigung dafür, nicht als Ersthelfer aktiv zu werden.
Rechtliches vorweg: Denn es ist nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Pflicht, Menschen in Not zu helfen. Das steht so festgeschrieben im § 323c des Strafgesetzbuches (StGB). Wer dem nicht nachkommt, obwohl die Erste-Hilfe-Maßnahmen zumutbar und notwendig sind, muss mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe rechnen. Übrigens: Keinen Erste-Hilfe-Kurs absolviert zu haben ist keine gültige Entschuldigung dafür, nicht als Ersthelfer aktiv zu werden. © Christian Ohde / EHL Media / IMAGO / Merkur-Collage
Für mögliche Notfallsituationen ist die Rettungskette als Orientierung gedacht, wann was zu tun ist. Sie besteht aus fünf Gliedern, die laut Malteser wie folgt lauten: 1. Absichern & Eigenschutz, 2. Notruf & Sofortmaßnahmen, 3. weitere Erste Hilfe, 4. Rettungsdienst, 5. Krankenhaus. Die ersten drei Kettenglieder werden vom Ersthelfer am Unfallort abgearbeitet. Sie dienen der Versorgung, bis die Rettungskräfte eintreffen. Auf den folgenden Bildern werden diese ersten drei Kettenglieder aufgezeigt.
Für mögliche Notfallsituationen ist die Rettungskette als Orientierung gedacht, wann was zu tun ist. Sie besteht aus fünf Gliedern, die laut Malteser wie folgt lauten: 1. Absichern & Eigenschutz, 2. Notruf & Sofortmaßnahmen, 3. weitere Erste Hilfe, 4. Rettungsdienst, 5. Krankenhaus. Die ersten drei Kettenglieder werden vom Ersthelfer am Unfallort abgearbeitet. Sie dienen der Versorgung, bis die Rettungskräfte eintreffen. Auf den folgenden Bildern werden diese ersten drei Kettenglieder aufgezeigt. © Andre März / Panama Pictures / Panthermedia / Frank Sorge / imagebroker / Merkur-Collage
Das erste Glied der Rettungskette: Absichern & Eigenschutz. Bei einem Unfall muss als Erstes die Unfallstelle gesichert werden – noch bevor Verletzten geholfen wird. Denn sonst besteht die Gefahr eines Folgeunfalls. Wenn man Zeuge eines Unfalls wird, sollte daher als erstes der Warnblinker eingeschaltet, eine Warnweste angezogen und ein Warndreieck aufgestellt werden. Letzteres bei einem Unfall innerorts 50 Meter von der Unfallstelle entfernt, auf der Landstraße 100 Meter, auf der Autobahn 200 bis 400 Meter. Dann erfolgt der Griff zum Erste-Hilfe-Kasten.
Das erste Glied der Rettungskette: Absichern & Eigenschutz. Bei einem Unfall muss als Erstes die Unfallstelle gesichert werden – noch bevor Verletzten geholfen wird. Denn sonst besteht die Gefahr eines Folgeunfalls. Wenn man Zeuge eines Unfalls wird, sollte daher als erstes der Warnblinker eingeschaltet, eine Warnweste angezogen und ein Warndreieck aufgestellt werden. Letzteres bei einem Unfall innerorts 50 Meter von der Unfallstelle entfernt, auf der Landstraße 100 Meter, auf der Autobahn 200 bis 400 Meter. Dann erfolgt der Griff zum Erste-Hilfe-Kasten. © lausitznews.de / Fotostand / Christian Ohde / IMAGO / Merkur-Collage
Besteht keine Gefahr mehr durch fließenden Verkehr, ist als Nächstes der Notruf zu wählen. Im Idealfall per Handy – ist keines zur Hand, sprechen Sie aktiv andere Passanten oder Verkehrsteilnehmer an. Ist weiter kein Mobiltelefon verfügbar, gibt es auf Autobahnen und Schnellstraßen Notrufsäulen. Sie stehen im Abstand von 1,5 bis 2 Kilometern. Auf den Leitpfosten weisen kleine, schwarze Pfeile zur nächsten Notrufsäule. Hat man über die 110 Kontakt zur Notrufzentrale aufgenommen, gilt es, diese über den Unfall zu informieren. Dafür gibt es die fünf W-Fragen: 1. WO ist der Unfall geschehen? 2. WAS ist passiert? 3. WIE viele Verletzte gibt es? 4. WELCHE Art von Verletzungen haben sie? 5. WARTEN auf Rückfragen der Notrufzentrale?
Besteht keine Gefahr mehr durch fließenden Verkehr, ist als Nächstes der Notruf zu wählen. Im Idealfall per Handy – ist keines zur Hand, sprechen Sie aktiv andere Passanten oder Verkehrsteilnehmer an. Ist weiter kein Mobiltelefon verfügbar, gibt es auf Autobahnen und Schnellstraßen Notrufsäulen. Sie stehen im Abstand von 1,5 bis 2 Kilometern. Auf den Leitpfosten weisen kleine, schwarze Pfeile zur nächsten Notrufsäule. Hat man über die 110 Kontakt zur Notrufzentrale aufgenommen, gilt es, diese über den Unfall zu informieren. Dafür gibt es die fünf W-Fragen: 1. WO ist der Unfall geschehen? 2. WAS ist passiert? 3. WIE viele Verletzte gibt es? 4. WELCHE Art von Verletzungen haben sie? 5. WARTEN auf Rückfragen der Notrufzentrale © Panama Pictures / IMAGO
Ist der Rettungsdienst informiert, stehen die Unfallopfer im Fokus. Hier sind als Erstes die Notfallmaßnahmen dran. Zum Beispiel, wenn das Unfallauto in Flammen steht und sich noch Menschen darin befinden. In diesem Fall müssen diese sofort aus dem Wrack befreit werden – am besten, so schreibt Malteser, mit dem Rettungsgriff. Dieser beinhaltet folgende Schritte: 1. Autotür vorsichtig öffnen, Motor abstellen, Gurt öffnen 2. Oberkörper der verletzten Person leicht nach vorne beugen 3. Arm am Rücken entlang zum Hosenbund führen, dort zugreifen 4. Andere Hand an den vorderen Oberschenkel 5. Körper des Unfallopfers leicht Richtung Autoinneres drehen 6. Mit beiden Armen unter die Achseln des Verletzten greifen 7. Arme des Unfallopfers vor dessen Brust positionieren 8. Über den eigenen Oberschenkel gestützt herausziehen 9. Person einige Meter vom Auto wegbefördern 10. Dabei darauf achten, dass der Kopf nicht nach hinten fällt
Ist der Rettungsdienst informiert, stehen die Unfallopfer im Fokus. Hier sind als Erstes die Notfallmaßnahmen dran. Zum Beispiel, wenn das Unfallauto in Flammen steht und sich noch Menschen darin befinden. In diesem Fall müssen diese sofort aus dem Wrack befreit werden – am besten, so schreibt Malteser, mit dem Rettungsgriff. Dieser beinhaltet folgende Schritte: 1. Autotür vorsichtig öffnen, Motor abstellen, Gurt öffnen 2. Oberkörper der verletzten Person leicht nach vorne beugen 3. Arm am Rücken entlang zum Hosenbund führen, dort zugreifen 4. Andere Hand an den vorderen Oberschenkel 5. Körper des Unfallopfers leicht Richtung Autoinneres drehen 6. Mit beiden Armen unter die Achseln des Verletzten greifen 7. Arme des Unfallopfers vor dessen Brust positionieren 8. Über den eigenen Oberschenkel gestützt herausziehen 9. Person einige Meter vom Auto wegbefördern 10. Dabei darauf achten, dass der Kopf nicht nach hinten fällt © Design Pics / IMAGO
Nach den lebensrettenden Sofortmaßnahmen ist die weitere Erste Hilfe an der Reihe, bis der Notarzt eintrifft. Zunächst der Überblick: wer braucht am schnellsten Hilfe? Primär behandelt werden sollten Unfallopfer, die nicht mehr ansprechbar sind. Ist auch keine Atmung mehr vorhanden, sollte als Wiederbelebungsmaßnahme eine Herzdruckmassage mit Beatmung angewandt werden: 30 Mal hintereinander mit beiden Händen feste auf die Mitte der Brust des Opfers drücken – zweimal pro Sekunde (zur Orientierung dient zum Beispiel der Takt des Songs „Staying Alive“). Danach zweimal Mund-zu-Mund beatmen. Dann wieder von vorne und solange, bis der Rettungsdienst eintrifft oder die Person wieder atmet.
Nach den lebensrettenden Sofortmaßnahmen ist die weitere Erste Hilfe an der Reihe, bis der Notarzt eintrifft. Zunächst der Überblick: wer braucht am schnellsten Hilfe? Primär behandelt werden sollten Unfallopfer, die nicht mehr ansprechbar sind. Ist auch keine Atmung mehr vorhanden, sollte als Wiederbelebungsmaßnahme eine Herzdruckmassage mit Beatmung angewandt werden: 30 Mal hintereinander mit beiden Händen feste auf die Mitte der Brust des Opfers drücken – zweimal pro Sekunde (zur Orientierung dient zum Beispiel der Takt des Songs „Staying Alive“). Danach zweimal Mund-zu-Mund beatmen. Dann wieder von vorne und solange, bis der Rettungsdienst eintrifft oder die Person wieder atmet. © Zoonar / IMAGO
Atmet das Opfer noch, blutet aber stark, muss diese Blutung als Nächstes gestillt werden. Ist die verletzte Person wach, sollte sie sich hinlegen, um einen Kreislaufkollaps zu vermeiden. Zur Behandlung der Wunde gibt es Einmalhandschuhe im Verbandskasten, um sich vor Infektionen zu schützen. Anschließend wird die verletzte Körperstelle mit einer sterilen Wundauflage und einem Druckverband versorgt. Letzterer sollte fest genug sein, um die Blutung zu stillen, aber nicht zu fest – sonst wird die Durchblutung der Körperstelle verhindert. Der verletzte Körperteil sollte zudem hochgelagert zu werden, um den Blutstau zu verringern.
Atmet das Opfer noch, blutet aber stark, muss diese Blutung als Nächstes gestillt werden. Ist die verletzte Person wach, sollte sie sich hinlegen, um einen Kreislaufkollaps zu vermeiden. Zur Behandlung der Wunde gibt es Einmalhandschuhe im Verbandskasten, um sich vor Infektionen zu schützen. Anschließend wird die verletzte Körperstelle mit einer sterilen Wundauflage und einem Druckverband versorgt. Letzterer sollte fest genug sein, um die Blutung zu stillen, aber nicht zu fest – sonst wird die Durchblutung der Körperstelle verhindert. Der verletzte Körperteil sollte zudem hochgelagert zu werden, um den Blutstau zu verringern. © Rau / IMAGO (Bild einer Feuerwehr-Übung)
Bewusstlose Personen, die aber noch atmen, sollten in die stabile Seitenlage gebracht werden – mit dieser wird sichergestellt, dass die Atemwege des Unfallopfers frei bleiben. Dazu wird die Person auf die Seite gedreht, der Kopf ruht auf dem ausgestreckten rechten Arm, die andere Hand ruht auf dem Oberkörper. Empfehlenswert sind fortlaufende Beruhigungen, für die Unfallopfer auch empfänglich sind, wenn sie bewusstlos sind. Zum Beispiel, dass Hilfe auf dem Weg ist. Mit einer Erste-Hilfe-Decke aus dem Verbandskasten, einer Jacke oder einer anderen Decke sollen die Verletzten dann warmgehalten werden.
Bewusstlose Personen, die aber noch atmen, sollten in die stabile Seitenlage gebracht werden – mit dieser wird sichergestellt, dass die Atemwege des Unfallopfers frei bleiben. Dazu wird die Person auf die Seite gedreht, der Kopf ruht auf dem ausgestreckten rechten Arm, die andere Hand ruht auf dem Oberkörper. Empfehlenswert sind fortlaufende Beruhigungen, für die Unfallopfer auch empfänglich sind, wenn sie bewusstlos sind. Zum Beispiel, dass Hilfe auf dem Weg ist. Mit einer Erste-Hilfe-Decke aus dem Verbandskasten, einer Jacke oder einer anderen Decke sollen die Verletzten dann warmgehalten werden. © Shotshop / IMAGO

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